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Zipline-Drohne liefert Medikamente an Krankenhäuser in Ruanda

05.04.2016 | 13:18 Uhr |

Die Drohne Zip soll dringend benötigte Medikamente schnell dorthin bringen, wo sie gebraucht werden.

Jährlich sterben 2,9 Millionen Kinder unter fünf und 150.000 schwangere Frauen, weil es an den notwendigen Medikamten fehlt, schreibt das US-Startup Zipline. Schuld seien oft mangelnde Straßen und schwieriges Gelände. Darum will das Unternehmen seine Drohnen namens Zip Medikamente und Blut-Konserven über Ruanda fliegen lassen. Ruanda wird auch als Land der tausend Hügel betitelt, da es besonders viele Erderhebungen zählt. Außerdem zählt es zu den ärmsten Ländern der Erde und schrieb aufgrund der Völkermordes an den Tutsi im Jahr 1994 traurige Geschichte.

Mit der dortigen Regierung hat Zipline nun einen Vertrag unterschrieben . Die Drohnen sollen eine Route abfliegen, die zuvor auf der SIM-Karte gespeichert wird und ihre Ladung möglichst schnell zu Krankenhäuser bringen, wo sie benötigt wird. Die Medikamente werden dann mit einem Mini-Fallschirm aus Papier abgeworfen. Jede Zipline-Drohne soll zwischen 50 und 150 Lieferungen am Tag ausfliegen. Maximal kann die Drohne 3,5 Pfund, also gut 1,5 Kilogramm tragen. Sie fliegt dabei mit Geschwindigkeiten von bis zu 290 km/h schnell.

Das Einsatzgebiet beschränkt sich zunächst auf das westliche Ruanda und auf 21 Kliniken dort. Ein Krankenhaus, das Medikamente benötigt, soll dann einfach eine Text-Nachricht mit der Anforderung schicken können - und die Drohne soll in 30 Minuten mit der Lieferung vor Ort sein. Zumindest dann, wenn der Startplatz der Drohne nicht weiter als 145 Kilometer entfernt ist.

Zipline will seine Drohnen später über weitere Teile Ostafrikas fliegen lassen und schließlich das Netzwerk auf ganz Afrika ausdehnen.

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