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Microsoft wirft Website Prüfungsbetrug vor

18.08.2008 | 13:39 Uhr |

Nach einer Klage des Software-Riesen darf die Website Pass4sure kein Übungsmaterial zu Microsoft-Tests mehr zur Verfügung stellen. Die Website soll echte Prüfungsfragen verbreitet haben.

Nach einer einstweiligen Verfügung des Bundesgerichts von Connecticut vom Donnerstag darf Pass4sure vorerst kein weiteres Prüfungsmaterial zu Microsoft-Zertifizierungstests mehr in Umlauf bringen. Laut Firmenwebseite verkauft das Unternehmen „erstklassige Übungsfragen und Antworten zu Zertifizierungstests dem IT-Bereich“. Jedem, der die Vorbereitung von Pass4sure nutzt und die Prüfung nicht beim ersten Mal besteht, verspricht das Unternehmen, die Kosten für das Prüfungsmaterial zu erstatten.

Microsoft behauptet nun, Pass4sure verkaufe echte Prüfungsfragen. Das Unternehmen aus Redmond hatte die Pass4sure-Übungen für verschiedene Tests im Mai heruntergeladen und herausgefunden, dass sie „identisch oder in wesentlichen Punkten ähnlich“ zu den echten Zertifizierungsprüfungen waren.

Pass4sure verkauft Übungen zu vielen Zertifizierungstests, darunter die von Cisco Systems , Oracle und IBM . Das Übungsmaterial kostet zwischen 80 und 125 US-Dollar.

Die Tests zur Zertifizierung von IT-Spezialisten sind ein wichtiger Gradmesser für die berufliche Qualifikation. Sie sorgen für professionelle Glaubwürdigkeit und bringen Zertifikatsinhabern meist höhere Gehälter.

Obwohl Pass4sure auf seiner Website keine Übungen zu Microsoft-Tests mehr verkauft, finden sich im Google-Cache nach wie vor Dutzende von Seiten mit entsprechendem Material.

Für eine Stellungnahme war das Unternehmen nicht zu erreichen. Auch Microsoft lehnte es ab, die Vorwürfe zu kommentieren.

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