10.11.2012, 13:04

Denise Bergert

Zensur

China sperrt Google während Parteitag

©Google

Im Rahmen des Parteitags der Kommunistischen Partei in China wurden mehrere Google-Dienste wie Maps und Gmail gesperrt.
Chinesische Internet-Nutzer konnten vom gestrigen Abend bis zum heutigen Nachmittag nicht auf die Dienste des Suchmaschinen-Riesen Google zugreifen. Betroffen waren unter anderem die Karten-Anwendung Maps sowie der Email-Dienst Gmail. Die Blockade passt ins Zeitfenster des Parteitags der Kommunistischen Partei in China, die sich mit Propaganda-Berichten wie „Parteitag reagiert positiv auf das Zeitalter des Internets“ selbst bauchpinselt.
Wie Experten bestätigen, seien noch nie so viele Menschen von der Blockade eines Internet-Dienstes betroffen gewesen. Die Nutzung von Tunnelverbindungen, die die IP des Nutzers verschleiern sollen, stehen seit der vergangenen Woche ebenfalls unter Beschuss. Von den Regierungssperren ist neben Google unter anderem auch der Internet-Auftritt der US-amerikanischen Tageszeitung „New York Times“ betroffen. Das Blatt hatte in den vergangenen Tagen über das beträchtliche Vermögen der zukünftigen Führer-Familie von Xi Jinping berichtet.
Die zusätzlichen Filter erschweren nicht nur den Zugriff der Bevölkerung auf das Internet, sondern behindern auch die Arbeit von chinesischen Unternehmen. Google ist eine der fünf wichtigsten Web-Adressen in China und zählt dort rund 500 Millionen Nutzer.
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