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Zenbo: Asus bringt Heim-Roboter erst in 9 bis 12 Monaten

02.06.2016 | 11:50 Uhr |

Mit dem Heim-Roboter Zenbo will Asus die Haushalte erobern. Der putzige kleine Roboter soll die Robotik in die eigenen vier Wände tragen. Update 2.6.: Käufer müssen sich noch gedulden.

Update 2.6.: Käufer müssen sich gedulden

Asus hat jetzt gegenüber Cnet mitgeteilt, dass der Heim-Roboter Zenbo erst in den nächsten 9 bis 12 Monaten in den Handel kommen soll. Der Grund dafür, dass Asus den kleinen Roboter so früh vor dem Verkaufsstart vorgestellt hat: App-Entwickler sollen genügend Zeit haben, um Dritt-Anbieter-Apps für den Zenbo zu entwickeln.

Update Ende, Beginn der ursprünglichen Meldung

Asus hat zur Computex in Taiwan einen kleinen Roboter für die eigenen vier Wände vorgestellt. Der Zenbo genannte Roboter-Zwerg sieht niedlich aus, rollt eigenständig durch die Wohnung, spricht mit den Bewohnern und überwacht die Wohnung. Und kostet 599 US-Dollar. Sind umgerechnet rund 538 Euro ein gerechtfertigter Preis für den Heim-Roboter Asus Zenbo?

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Der Zenbo soll laut Asus-Vorstandsvorsitzenden Jonney Shih die Robotik für jeden Haushalt ermöglichen. Der Zenbo soll für die Menschen in der Wohnung Helfer, Unterhalter und Begleiter sein. Wobei Asus vor allem an ältere Bewohner denkt. Die Überalterung der Gesellschaft und die Tatsache, dass immer mehr alte Menschen allein in ihrer eigenen Wohnung leben müssen, sind ein typisches Problem der westlichen Welt. Insbesondere Japan sieht sich mit einer völlig überalteten Geschellschaft konfrontiert, insofern dürfte das taiwanische Unternehmen durchaus auf  den wachsenden Markt in dem asiatischen Nachbarland schielen. Dort war der Pepper, ein mit Zenbo vergleichbarer Roboter, bereits 2015 ein großer Erfolg. Obwohl der Pepper mit 1410 Euro Preis plus 175 Euro monatlicher Gebühr deutlich teurer war. Pepper soll 2016 eine Neuauflage bekommen. 

Der Zenbo kann mit den Bestandteilen des Smart Home verbunden werden. So sollen die Bewohner über den Zenbo checken können, wer an der Tür klingelt. Weil das Kamerabild von der Eingangstür zum Zenbo übertragen wird. Falls Ihnen der wartende Besucher gefällt, können Sie die Tür per Remote auch gleich entsperren. Das erfolgt dann per Touch über das „Gesicht“ des Zenbo – das als Touchpad funktioniert.

Zenbo: Asus stellt putzigen Heim-Roboter für jedermann vor
Vergrößern Zenbo: Asus stellt putzigen Heim-Roboter für jedermann vor
© Asus

Auch Video-Telefonate sind über Zenbo möglich. Man kann mit dem Roboter online einkaufen und Videos abspielen. Der Roboter erinnert zudem an Termine im Kalender. Der Zenbo folgt seinem Menschen per Zuruf auf den Schritt und startet Telefonate. Und er unterhält Kinder, indem er mit ihnen spielt, tanzt oder aus Büchern vorliest. Die Beleuchtung und die Klimaanlage regelt der Roboter natürlich auch noch, sofern der Zenbo kompatibel zum verwendeten Smart-Home-System ist.

Doch ist all das 599 Dollar wert? Denn zumindest alle Remote-Funktionen für Tür, Beleuchtung und Klimaanlage kann man auch mit dem Smartphone steuern.     

Speziell für den Einsatz in Wohnungen mit älteren, vielleicht auch gebrechlichen Menschen ist die Notruf-Funktion des Zenbo gedacht. Sieht der Zenbo, wie jemand zu Boden stürzt, soll er andere Familienmitglieder alarmieren. Die anderen Familienmitglieder sollen dann über die Kamera des Zenbo das Geschehen beobachten können.

Für Entwickler bietet Asus ein Zenbo Developer Programm samt SDK an.

Asus nannte noch keinen Termin für den Verkaufsstart.





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