2199766

AMD stellt Zen-Prozessor mit 8 Kernen & neuem Cache-System vor

01.06.2016 | 12:54 Uhr |

AMD hat eine funktionierende Zen Desktop-CPU präsentiert. Der CPU-Kampf mit Intel geht in eine neue Runde.

Mit der Radeon RX 480 schießt AMD gegen Nvidias kostspielige GTX 1080. Und kurz nachdem Intel auf der Computex in Taiwan mit dem Core i7 6950X seine 10-Kern-CPU vorgestellt hat, legt AMD nun mit der High-Performance Zen-CPU für Desktop-PCs nach. Auf der Computex verkündete AMD, dass die neue, lang erwartete Zen-CPU über 8 physikalische Kerne und 16 Threads verfügen wird.

AMD-Chefin Lisa Su zeigte auf der AMD-Pressekonferenz auf der Computex eine funktionierende Zen-CPU
Vergrößern AMD-Chefin Lisa Su zeigte auf der AMD-Pressekonferenz auf der Computex eine funktionierende Zen-CPU

"Zen lebt, Zen ist auf dem richtigen Weg und wir sind außerordentlich begeistert davon, was Zen auf den Marktplatz bringen wird", sagte AMD-Chefin Lisa Su am Ende der AMD-Pressekonferenz während der Computex 2016 und hielt dabei eine erste, funktionierende Zen-CPU der Summit-Ridge-Familie in die Luft.

Die ersten Zen-CPUs werden bereits produziert, allerdings befindet sich AMD noch in der Optimierungsphase. Die ersten Samples will AMD daher erst in den nächsten Wochen an zunächst ausgewählte Partner ausliefern. Im dritten Quartal soll dann die breitere Verfügbarkeit der Sockel-AM4-CPU folgen.

Laut AMD soll die neue Zen-CPU 40 Prozent mehr Befehle pro Taktzyklus ausführen können, als die bisherige Generation der AMD Vishera-CPUs. Die Zen-Chips unterstützen Simultaneous Multithreading (SMT), eine Technologie, die Intel bereits unter der Bezeichnung Hyper Threading einsetzt. Für eine höhere Bandbreite und eine geringere Latenz soll ein neues Cache-System sorgen.

Offen bleibt allerdings der Preis für die neuen Zen-CPUs. Dazu äußerte sich nämlich AMD bisher nicht. Es besteht allerdings die Hoffnung, dass AMD mit einem attraktiven Preis den Konkurrenten Intel unter Druck setzen könnte.

Bereits im Mai 2015 hatte AMD-Chefin Lisa Su angekündigt, AMD wolle künftig eher auf High-End- und Premium-Produkte setzen und den Markt für günstige CPUs und GPUs der Konkurrenz überlassen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2199766