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Zeitungsbericht: Intel plant massiven Stellenabbau

04.09.2006 | 14:17 Uhr |

Wenn die Gerüchte stimmen, steht Intel vor einem massiven Stellenabbau. Bis zu 20.000 der weltweit 99.000 Arbeitsplätze könnten beim Chip-Giganten wegfallen.

Wie das Wall Street Journal berichtet, plant Intel einen Stellenabbau. Bis zu 20.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, 10.000 Mitarbeiter müssten in jedem Fall gehen. Die amerikanische Wirtschaftszeitung beruft sich auf Analysten und ehemalige Intel-Mitarbeiter.

Paul Otellini, der CEO von Intel, will am morgigen Dienstag die Ergebnisse einer internen 90-Tage-Analyse mit Mitarbeitern besprechen und dann Maßnahmen treffen, wie die Los Angeles Times berichtet.

Derzeit beschäftigt der Chip-Hersteller rund um den Globus nach eigenen Angaben 99.000 Mitarbeiter in 199 Niederlassungen. Bereits im Juli gab Intel bekannt, dass es sich von 1000 führenden Kräften aus der Managementebene trennen wolle.

Der Grund für den vermutlichen Stellenabbau liegt auf der Hand: Intel musste im zweiten Quartal 2006 einen Gewinnrückgang in Höhe von 57 Prozent hinnehmen. Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um 13 Prozent zurück. Daran wird sich kurzfristig nichts ändern: Für das dritte Quartal 2006 rechnet Intel damit, dass die Unternehmenszahlen nicht die Erwartungen erfüllen können.

Die PC-WELT fragte bei Hans-Jürgen Werner, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Intel Deutschland nach den geplanten Entlassungen. Werner verwies darauf, dass er Gerüchte nicht kommentieren wolle. Er könne auch nicht sagen, ob und wann Intel eine offizielle Stellungnahme zu dem Stellenabbau herausbringt. Experten rechnen aber für Dienstag, also nach der internen Besprechung zwischen Otellini und seinen Mitarbeitern, mit einer Stellungnahme von Intel in den USA.

Wie so oft gilt auch bei Intel: Sinkende Mitarbeiterzahlen bedeuten steigende Aktienkurse. Nachdem die Gerüchte um die Entlassungen an die Öffentlichkeit gelangt waren, stieg die Aktie von Intel prompt an und erreichte ihren höchsten Schlussstand seit dem 9. Mai 2006.

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