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Sony und Microsoft sprechen über Blu-ray für Xbox 360

07.03.2008 | 10:33 Uhr |

Bislang ist das Blu-ray-Laufwerk eines der Hauptargumente für den Kauf einer Playstation 3. Doch diesen Punkt ist Sony anscheinend bereit zu opfern, denn laut einem Bericht der Financial Times finden derzeit Gespräche zwischen Sony und Microsoft über ein Blu-ray-Laufwerk für die Xbox 360 statt. Für Sony hätte eine Einigung sogar Vorteile.

Nachdem in Sachen DVD-Nachfolgeformat nun alles geklärt ist, beginnen langsam aber sicher die Aufräumarbeiten. Diese gestalten sich so, dass nun Unternehmen, die bislang auf HD-DVD gesetzt haben, überzeugt werden sollen, ins Blu-ray-Lager zu wechseln. Eines dieser Unternehmen ist Microsoft, das für seine Xbox 360 ein externes HD-DVD-Laufwerk im Angebot hatte. Nun sollen bereits Gespräche zwischen Sony und Microsoft geführt werden, in denen ausgelotet wird, inwiefern ein Blu-ray-Laufwerk für die Xbox 360 realisiert werden kann. Dies meldet die Financial Times USA unter Bezug auf den Stan Glasgow, Sony Electronics US Präsident.

Sony würde von einer Integration von Blu-ray in die Xbox 360 durchaus profitieren. Zwar würde die Playstation 3 dann um ein Verkaufsargument ärmer sein, dafür müsste Microsoft Lizenzgebühren an Sony abführen. Dies wiederum würde die Xbox 360 entweder teurer machen, die Einführung eines neuen Modells (eventuell mit integriertem Blu-ray-Laufwerk) erfordern oder Microsoft zwingen die Mehrkosten aus eigener Tasche zu finanzieren.

Bleibt sich Microsoft seinen eigenen Aussagen treu, dürfte das Ganze (sollte man zu einer Einigung kommen), auf ein externes Blu-ray-Laufwerk hinauslaufen. Microsoft hat bislang immer erklärt, die Spiele für die Xbox 360 immer auf DVD ausliefern zu wollen. Ein Schwenk in Richtung HD-Medium wäre vor allem für Besitzer einer derzeit aktuellen Xbox 360 ein Schlag ins Gesicht.

Glasgow ist zudem nicht der Ansicht, dass der Download von Filmen in naher Zukunft physikalische Medien ersetzen wird. Dies läge vor allem an der noch zu geringen Verbreitung entsprechender Breitbandanschlüsse und dem Umstand, dass Anwender nach wie vor eine Film-Disc real in Händen halten wollen, erklärte Glasgow gegenüber der Financial Times. Microsoft wollte die Gespräche nicht bestätigen.

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