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Panasonic arbeitet an 37-Zoll-OLED-TV

24.06.2008 | 11:51 Uhr |

Neben LCD und Plasma gibt es noch eine weitere, vielversprechende Technologie für Flachbild-Fernseher: OLED. Mit Hilfe dieser Technik sind extrem dünne, Strom sparende aber dennoch leistungsfähige Bildschirme möglich. Panasonic soll nun bereits ein 37-Zoll-Modell in der Mache haben.

Im Vergleich mit OLED-Bildschirmen sind herkömmliche LCD- oder Plasma-Fernseher im wahrsten Sinne des Wortes fett. Der bereits in Japan erhältliche 11"-OLED-TV XEL-1 von Sony ist gerade mal 3 Millimeter dick - normale Flachbild-TVs kommen auf mehrere Zentimeter. Für den Massenmarkt ist diese Bildschirmgröße allerdings noch zu gering, Anwender verlangen nach größeren Modellen für ihr Wohnzimmer, ab 37 Zoll aufwärts. Ein OLED-TV dieser Größenordnung soll bei Panasonic bereits in Arbeit sein und innerhalb der kommenden drei Jahre auf den Markt kommen. Dies meldet die japanische Zeitung Sankei Shimbun.

Laut dem Bericht sollen die Panel in einer neuen Produktionslinie des Unternehmens IPS Alpha gefertigt werden, einem Joint-Venture von Panasonic und Hitachi. Panasonic erklärte hinsichtlich des Berichts lediglich, dass man sich mit OLED beschäftige, wollte aber keine Veröffentlichungstermine bestätigen.

Bei der OLED-Technik kommt in den einzelnen Bildpixeln ein organisches, selbst leuchtendes Material zum Einsatz, wodurch auf den Einbau einer Hintergrundbeleuchtung verzichtet werden kann. Dies wiederum führt zu einer geringeren Tiefe sowie niedrigerem Stromverbrauch. Darüber hinaus sollen OLED-Displays weniger Darstellungsprobleme mit schnellen Bewegungen haben und Farben besser wiedergeben können, als LCD- oder Plasma-Fernseher.

Auch andere Hersteller planen, OLED-TVs auf den Markt zu bringen. So hat Toshiba Pläne für ein Modell mit 30 Zoll Diagonale, ein Veröffentlichungsdatum gibt es aber noch nicht. Sony hingegen will im kommenden Jahr einen 27-Zoll-OLED-TV auf den Markt bringen. Noch sind OLED-TVs im Vergleich zur Größe unverhältnismäßig teuer. So kostet der XEL-1 umgerechnet rund 1200 Euro. Wie immer bei neuen Technologien dürften die Preise mit dem Start der Massenproduktion relativ schnell fallen.

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