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Netzbetreiber fordern höhere Terminierungsentgelte

Einem Zeitungsbericht zufolge fordern die vier deutschen Netzbetreiber deutlich höhere Gebühren für die Durchleitung von Gesprächen aus Fremdnetzen. Vor allem o2 und E-Plus verlangen von der Bundesnetzagentur eine deutliche Erhöhung der Termininierungsentgelte, doch auch T-Mobile und Vodafone hoffen auf steigende Einnahmen.

Mit den sinkenden Minutenpreisen im Mobilfunk könnte es schon bald ein Ende haben. Wie das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe mitteilt , fordern die Betreiber eine Erhöhung der Termininerungsentgelte. Bis Ende November muss die Bundesnetzagentur über die eingereichten Anträge entscheiden, dann laufen die derzeit geltenden Verträge aus.

Die Vorschläge der Anbieter haben es in sich. So fordern die kleinsten deutschen Netzbetreiber o2 und E-Plus jeweils 19,63 Cent bzw. 12,4 Cent je Minute für die Durchleitung von Gesprächen aus Fremdnetzen, bislang erhalten sie für die Bereitstellung ihrer Netze 9,94 Cent. Auch T-Mobile und Vodafone hoffen künftig auf höhere Gebühren: statt 8,78 Cent verlangen die Bonner künftig 10,92 Cent je Minute, Vodafone will für vier Monate 9,58 Cent, anschließend für ein Jahr 8,97 Cent. Mit den Mehreinnahmen der Durchleitungsentgelte sollen die rückläufigen Erträge bei Handygesprächen ausgeglichen werden.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Bundesnetzagentur den Vorschlägen der Netzbetreiber zustimmt, eine generelle Erhöhung ist allerdings nicht ausgeschlossen. Zwar würde sich für Bestandskunden wenig ändern, mit einem weiteren Rückgang der Minutenpreise wäre dann allerdings kaum zu rechnen - der Wettbewerb erhielte einen deutlichen Dämpfer.

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