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Joint-Venture von Siemens und Fujitsu vorm Ende?

06.08.2008 | 11:17 Uhr |

Siemens plant laut einem Zeitungsbericht das Joint-Venture im Computer-Bereich mit Fujitsu zu beenden.

Ein Sprecher von Fujitsu in Tokia hat laut einem Bericht des Wall Street Journal bestätigt, dass derzeit mit Siemens Gespräche über die Zukunft des 50:50-Joint-Venture im Computer-Bereich diskutiert werden. Der Sprecher betonte allerdings auch, dass bisher noch keine Entscheidung gefallen sei.

Fujitsu und Siemens kooperieren bereits seit neun Jahren im Computer-Bereich. Das seinerzeit abgeschlossene Abkommen wird 2009 ablaufen und daher stellt sich den beiden Partnern die Frage, ob die Zusammenarbeit erneuert oder beendet werden sollte. Sollte einer der Partner sich dazu entscheiden, das gemeinsame Unternehmen zu verlassen, dann hat der andere Partner das Recht, alle Anteile aufzukaufen. Ob Fujitsu allerdings dazu bereit wäre, ist unklar. Immerhin müsste ein große Summe investiert werden, um das bisher gemeinsam mit Siemens betriebene Unternehmen allein fortzuführen.

Fujitsu und Siemens hatten das Joint-Venture am 1. Oktober 1999 gegründet. Zuvor war die Partnerschaft von Siemens mit Acer beendet worden. Siemens begab sich dann auf die Suche nach einem neuen Partner, um besser im Wettbewerb gegen große Hardware-Hersteller in den USA und Japan bestehen zu können. Fujitsu Siemens ist in 36 Ländern vertreten und beschäftigen rund 10.500 Menschen. Im letzten Geschäftsjahr wurden Einnahmen in Höhe von 6,6 Milliarden Euro gemeldet und der Profit vor Steuern lag bei 105 Millionen Euro.

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