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Zeitung: IFA künftig jedes Jahr

Die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin soll ab 2006 jährlich stattfinden. Dies meldet das "Handelsblatt". Bislang findet die Messe alle zwei Jahre statt. In einer ersten Reaktion erklärte die Deutsche Messe AG, sie sehe darin keine Gefahr für die CeBIT. Der für die CeBIT zuständige Vorstand Ernst Raue meinte gar, dass es damit eine Messe mehr gebe, "die nicht notwendig wäre".

Die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin wird nach einem Bericht des "Handelsblatts" ab 2006 jedes Jahr veranstaltet. Wie die Zeitung (Mittwochausgabe) weiter berichtete, soll die Entscheidung nach Informationen aus Berliner Messekreisen an diesem Mittwoch verkündet werden. Mit diesem Schritt solle die Abwanderung der Hersteller von Flachfernsehern, Multimedia- Computern, Hi-Fi-Anlagen und DVD-Geräten zur Computermesse CeBIT in Hannover gestoppt werden. Bislang hatte die IFA einen Zwei-Jahres- Turnus.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat am Mittwoch zu einer Pressekonferenz in Berlin eingeladen, an der auch Vertreter der IFA und der Messe Berlin teilnehmen. Tourismusverbände und Vertreter des Hotel- und Gaststättengewerbes fordern schon länger eine jährliche IFA.

Die Deutsche Messe AG in Hannover sieht für die Computermesse CeBit bei einer stärkeren Konkurrenz durch die Internationale Funkausstellung (IFA) nur geringe Risiken. Die CeBIT habe ein klares Konzept, das weiter verfolgt werde, sagte der für die Computermesse zuständige Vorstand Ernst Raue am Dienstag der dpa in Hannover. Dieses unterscheide sich wesentlich von dem einer Publikumsmesse wie der IFA, die möglicherweise künftig jährlich stattfinden soll.

Raue sagte, er sehe die Entwicklung relativ gelassen. "Wir gehen nicht davon aus, dass die CeBIT in Frage gestellt wird." Generell aber würde ein künftig einjähriger Turnus die Budgets der Messekunden insgesamt natürlich beeinflussen, räumte er ein. Damit gebe es eine Messe mehr, "die nicht notwendig wäre".

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