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Zeitung: Counterstrike schuld am Amoklauf in Erfurt

29.04.2002 | 12:36 Uhr |

Der Amoklauf des 19jährigen Jugendlichen Robert S. in einem Gymnasium in Erfurter bietet Anlass für Politiker und Medien über ein Verbot von Computerspielen zu diskutieren. Die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) hat das Spiel ausfindig gemacht, das angeblich Schuld an dem Drama sein soll: Counterstrike.

Der Amoklauf des19jährigen Jugendlichen Robert S. in einem Gymnasium in Erfurter bietet Anlass für Politiker und Medien über ein Verbot von Computerspielen zu diskutieren. Die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) hat das Spiel ausfindig gemacht, das Schuld an dem Drama sein soll: Counterstrike.

Robert S., so die FAZ in einem Artikel am Sonntag , sei ein "begeisterter Counterstrike-Spieler" gewesen. Das wisse man von Mitschülern. Und so titelt auch die FAZ in ihrer Online-Ausgabe von Sonntag "Ein Computerprogramm der Firma Sierra Entertainment hat den Amokläufer von Erfurt trainiert",

Die FAZ hat auch recherchiert und herausgefunden: "Und das Spiel, in dem man vom Polizisten (sogar die GSG 9) über den Passanten bis hin zum Schulmädchen jeden erschießen soll, ehe man selber erschossen wird, liefert einen Handlungscode für den Amoklauf von Erfurt; es ist das meistgespielte Online-Computerspiel der Welt."

Laut der FAZ geht es in Counterstrike um folgendes Spielprinzip: "Es geht um die Besetzung von Gebäuden, die Sprengung von Fahrzeugen, um die Befreiung von Geiseln - oder, wenn man die Gegenseite spielt - um deren Gefangennahme. Das Waffenarsenal ist gewaltig, der Munitionsvorrat, eine prekäre Ressource, muß während des Spiels immer wieder aufgestockt werden."

Wie in Counterstrike habe sich Robert S. mit einer Primär- und Sekundärwaffe ausgestattet und "seine Maskenverkleidung schaute er sich den Spielfiguren ab". "Und die Empfehlung, die auf der Seite von amazon.com gegeben wird, man solle, wenn man in dem Spiel VIPs erschieße, an Leute denken, die man nicht mag, hat Robert S. ebenfalls ganz wörtlich genommen", so die Zeitung weiter.

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