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Zeitschriften sehen Web 2.0 als Chance

18.03.2007 | 14:51 Uhr |

Die Zeitschriftenverlage sehen das Web 2.0 nicht mehr als Bedrohung der Printmedien. Vielmehr setzen sie große Hoffnungen in die neuen Technologien und erhoffen sich einen Ausbau ihrer Geschäftsfelder.

Die von vielen Zeitschriften vor wenigen Jahren noch als Bedrohung angesehen Änderungen durch die Möglichkeiten des Web 2.0 haben sich mittlerweile für viele Magazine als Chance für den Ausbau ihrer Geschäftsfelder herausgestellt. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer der ersten Digitalisierungskonferenz auf der CeBIT.

So gäbe es im In- und Ausland erfolgreiche Beispiele, die zeigen, dass interaktive Websites von Magazinen ganz wesentlich zur Erreichung neuer Zielgruppen und einer damit verbundenen Erhöhung der Reichweite beitragen können. Weiterhin würden über derartige Websites mittlerweile erhebliche Anteile von neuen Printabonnenten generiert werden. Die neuen Möglichkeiten der Interaktion zwischen Zeitschriften, Lesern und Usern wären ebenfalls ein deutlicher Pluspunkt von Web 2.0. Die Integration von benutzergenerierten Inhalten wird aktuell von vielen Verlagen geprüft.

Die Werbung bleibe weiterhin die wichtigste Refinanzierungsquelle der Zeitschriften-Websites. In den USA und in Japan werden im Onlinemarkt mittlerweile mehr Werbeumsätze erzielt als im traditionellen Zeitschriftenmarkt. Auch in Deutschland erhofft sich der VDZ zukünftig deutliche Zuwächse in der Onlinewerbung. Vor diesem Hintergrund kündigten viele Verlage deutlich erhöhte Investitionen in ihre Internetpräsenzen an. „2007 wird das erste Jahr sein, in dem wir mehr in das Onlinegeschäft investieren als in den Printmarkt", kommentiert Dr. Andreas Wiele, Vorstandsmitglied der Axel Springer AG , die aktuelle Situation.

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