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Zeitpläne für MS-Produkte wackeln

05.02.2002 | 10:50 Uhr |

Microsofts Bemühungen, seine Quellcodes im Rahmen der "Trustworthy Computing"-Strategie genau unter die Lupe zu nehmen und Fehler auszumerzen, könnten den Software-Giganten in Bedrängnis bringen. Der immense Aufwand gefährdet womöglich die Zeitpläne für diverse neue Produkte und Service Packs.

Microsofts Bemühungen seine Quellcodes im Rahmen der "Trustworthy Computing"-Strategie genau unter die Lupe zu nehmen und Fehler auszumerzen, könnten den Softwaregiganten in Bedrängnis bringen.

Der immense Aufwand bringt womöglich die Zeitpläne für diverse Produkte und Service Packs ins Wanken. Michael Silver, Software-Analyst bei Gartner , etwa glaubt, dass sowohl neue Produkte als auch Service Packs betroffen sein könnten.

Am meisten gefährdet soll das "first major package of updates and bug fixes" für Microsofts neues Betriebssystem Windows XP sein. Typischerweise stellt Microsoft den Service Pack 1 rund sechs Monate nach Release des Produkts zur Verfügung. Der Service Pack 1 von Windows XP würde damit in den April fallen.

Darüber hinaus drohen dem Service-Pack aus einem anderen Grund noch weitere Verzögerungen: die Einigung im Kartellprozess mit dem US-Justizministerium wird wahrscheinlich Spuren hinterlassen. Der Grund: Eine der Vereinbarungen sieht vor, dass Microsoft einige APIs (Application Program Interfaces) innerhalb eines Jahres nach Unterzeichnung der Einigung oder im Zuge des ersten Service Packs veröffentlicht - je nachdem was zuerst kommt.

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