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Zehn Tipps zur Betriebssystem-Migration

09.07.2013 | 12:04 Uhr |

Der Wechsel von einer Betriebssystemversion zur nächsten stellt für die IT eine Herausforderung dar, auch wenn sie automatisiert mit professionellen Migrationstools erfolgt. Hier finden Sie zehn Tipps, worauf Unternehmen bei einer solchen Migration achten sollten.

In größeren IT-Landschaften ist die Automatisierung der Betriebssystem-Migration mit entsprechenden Tools unerlässlich. Dennoch gilt es auch hier einiges zu beachten, damit eine solche Migration effizient und erfolgreich verläuft. Die folgenden Tipps der Experten von Dell sind das Ergebnis langjähriger Erfahrung bei der Durchführung von Migrationsprojekten:
 
1. Den Bestand erfassen: Die Basis eines erfolgreichen Migrationsprojekts ist die gründliche Bestandsaufnahme sämtlicher Computer, Applikationen, Tools und Betriebssysteme, mit denen Anwender arbeiten.
 
2. Die Systeme aufräumen: Unternehmen sollten ein Migrationsprojekt dazu nutzen, um schon bei der Vorbereitung ihre Daten und Anwendungen aufzuräumen, Wichtiges von Überflüssigem zu trennen und nur ein "sauberes" System auf die neue Plattform zu migrieren. Dadurch verringern sich auch die benötigte Bandbreite und der Zeitaufwand für die Migration. Allzu oft wird Ballast von einer zur nächsten Betriebssystemversion mitgeschleppt.
 
3. Migrationsrichtlinien erstellen: In einer Migrationsrichtlinie lässt sich verbindlich definieren, welche Anwendungen, Benutzereinstellungen und Dateitypen übernommen werden und welche nicht.
 
4. Die Migration strukturieren: Bei der Planung sollte man den Migrationsvorgang in mehrere Phasen unterteilen und zwischen den Phasen jeweils ausreichend große Pufferzonen vorsehen. Das erleichtert den Umgang mit unvorhergesehenen Störungen oder überraschend auftretenden Engpässen.
 
5. Eine Testphase einplanen: Keine Migration darf ohne umfassende und ausführliche Tests der Migrationsroutine erfolgen. Die Tests sind bei der Zeitplanung angemessen zu berücksichtigen.
 
6. Den richtigen Startzeitpunkt bestimmen: Bei einer automatischen Migration legt der Administrator einen Zeitpunkt für den Beginn des Upgrades fest. Dafür eignen sich beispielsweise die Abendstunden oder das Wochenende, um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen. Der Administrator sollte aber nicht alle PCs gleichzeitig migrieren – das führt meist zu unvorhergesehenen Engpässen.
 
7. Online oder offline wählen: Eine Online-Migration wird vom bestehenden System aus gestartet. Der Administrator kann die anschließende Migration hier sehr einfach überwachen, und Fehler werden schnell erkannt. Diese Methode eignet sich daher gut für Tests. Bei einer Offline-Migration bootet der Computer von einem anderen Medium, etwa von einer DVD oder vom Netzwerk, und startet dabei die Upgrade-Routine. Diese Methode ist schneller, lässt aber weniger Kontrolle zu. Unternehmen müssen die Methode wählen, mit der sich ihre Anforderungen am besten umsetzen lassen.
 
8. Alle Standorte berücksichtigen: Bei Migrationsprojekten müssen Standorte, die über keine eigene IT-Abteilung verfügen, besonders beachtet werden. Bei Niederlassungen im Ausland ist zu berücksichtigen, dass die Upgrades in den entsprechenden Sprachversionen durchgeführt werden müssen.
 
9. Know-how aufbauen: Anwender können die neue Software nur dann richtig nutzen, wenn sie sie problemlos bedienen können. Daher sollten entsprechende Schulungen beziehungsweise Trainingsmaßnamen vorgesehen werden. Das können Einführungskurse, FAQs oder auch Webinare sein. Für die Einführungsphase sollten die Nutzer Ansprechpartner im Unternehmen haben, eventuell mit speziellen E-Mail-Adressen oder Notrufnummern.
 
10. Die Anwender einbeziehen: Jedes Migrationsprojekt soll die Produktivität erhöhen und den Geschäftserfolg sichern. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Anwender der Migration positiv gegenüberstehen. Dazu sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter schon frühzeitig über die Hintergründe des Projekts informieren, auf die Vorteile hinweisen sowie Fragen und Anregungen aufnehmen.

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