Zehn wichtige Tipps

Was Sie unbedingt über SANs wissen sollten

Mittwoch, 16.09.2009 | 08:18 von Christian Löbering
Jürgen Frick vom Speicherhersteller Adaptec nennt zehn Fakten zu Storage Area Network SAN, die immer berücksichtigt werden sollten.
Ähnlich wie beim Einräumen von Speicherräumen müssen auch
beim Befüllen von SANs bestimmte Regeln eingehalten
werden.
Vergrößern Ähnlich wie beim Einräumen von Speicherräumen müssen auch beim Befüllen von SANs bestimmte Regeln eingehalten werden.
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In einem SAN befinden sich die Festplatten nicht in einzelnen Servern , sie sind stattdessen in einem dedizierten Speichersystem untergebracht. Die Vorteile:

Höhere Leistung: Die Daten im Speichersystem werden über mehrere Festplatten verteilt, auf sie kann jeweils parallel zugriffen werden

Höhere Zuverlässigkeit: Die Festplatten sind in Raid-Gruppen konfiguriert; so kann beim Ausfall einer Festplatte der Betrieb normal fortgesetzt werden.

Flexible Speicherkapazität: Sie ist nicht auf einen einzelnen Server begrenzt und kann jederzeit flexibel zugewiesen bzw. für Server reserviert werden.

Viele Unternehmen installieren bereits seit Jahren SANs in Fibre-Channel-Netzwerke - dies war/ist jedoch eine kostspielige Angelegenheit (teure Host-Bus-Adapter (HBAs), Switches und optische Kabel). Viele Unternehmen implementieren das SAN heutzutage deshalb mit der Ethernet-Technologie. Dabei kann auf bereits vorhandene Anschlüsse oder Switche zurückgegriffen werden.

Was Sie unbedingt über SANs wissen sollten
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Der Server greift über einen iSCSI-Initiator auf das iSCSI- Speichersystem zu. Der iSCSI-Initiator kann entweder ein Hardware- oder ein Software-Initiator sein. Wenn der Server mit einem langsamen Singlecore-Hauptprozessor arbeitet, empfehlen sich dedizierte iSCSI-Hardware-HBAs. Der TCP/IP- und der iSCSI-Software-Stack laufen dann direkt auf dieser dedizierten Hardware ab; die CPU wird damit entlastet. Bei den meisten modernen Servern mit einer Multicore-CPU ist ein iSCSI-HBA jedoch nicht erforderlich. Diese CPUs haben meistens genügend "Headroom", sodass sie in der Regel zwei iSCSI-Software-Initiatoren ohne Performance-Verlust bedienen können.

Sie sollten immer darauf achten, dass das SAN ein dediziertes Netzwerk ist, über das die Server zu ihren iSCSI-Speichersystemen gelangen. Anderer Datenverkehr sollte nicht zulässig sein. Die Server müssen Mitglieder zweier primärer Netzwerke sein. Einige ihrer Ethernet-Anschlüsse sind mit dem SAN verbunden, andere Anschlüsse sind aber mit dem Corporate LAN verbunden, sodass Client-Computer und andere Server darauf zugreifen können.

SAS-Laufwerke sollten für geschäftskritische Anwendungen eingesetzt werden, da sie die höchste Stufe der Zuverlässigkeit sowie große Leistungsvorteile haben. Eine iSCSI-Speicheranwendung mit SAS-Laufwerken kann zwei bis drei Mal die Leistung liefern wie die gleiche Anwendung mit SATA-Laufwerken. SAS-Laufwerke haben jedoch eine niedrigere Kapazität und sind pro TB teurer als SATA-Laufwerke. Optimal ist ein iSCSI-Speichersystem, an das Sie sowohl SAS- als auch SATA-Laufwerke anschließen können.

Mittwoch, 16.09.2009 | 08:18 von Christian Löbering
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