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Zehn Jahre Gefängnis für Kritik an Regierung

20.03.2006 | 16:58 Uhr |

Regime-Kritik im Internet kann gefährlich sein. Diese Erfahrung machte ein Chinese, der gegen die Regierung der Volksrepublik China im Internet Stellung bezog.

Erneut macht die Volksrepublik China mit ihrem restriktiven Umgang mit dem Internet Schlagzeilen. Denn ein chinesisches Gericht hat einen Regime-Kritiker zu zehn Jahren Gefängnis verdonnert, weil er im Internet einen regierungskritischen Kommentar veröffentlichte.

Ren Zhiyuan, von Beruf Lehrer an einer weiterführenden Schule, war bereits am 10. Mai 2005 wegen "umstürzlerischer Äußerungen" verhaftet worden, wie die Menschenrechtsgruppe Human Rights in China (HRIC) bekannt gab. Rens Vergehen: Er hatte einen Artikel mit dem Titel "der Weg zur Demokratie" veröffentlicht. Darin vertrat Ren die Meinung, dass Menschen das Recht haben, gewaltsam eine tyrannische Regierung zu stürzen. Außerdem erhoben die Ankläger den Vorwurf, dass Ren Zhiyuan plante, eine gegen die Regierung gerichtete Gruppe zu gründen.

Rens Verteidiger will gegen das Urteil Berufung einlegen.

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