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Zango: Adware-Hersteller unterliegt vor Gericht

31.08.2007 | 16:44 Uhr |

Zango hat in den USA einen Prozess gegen Kaspersky Labs verloren. Die Zango-Software darf daher weiterhin als Spyware bezeichnet werden. Ein ähnliches Verfahren gegen einen weiteren Anti-Spyware-Hersteller ist eingestellt worden.

Ein Gericht in Seattle, im US-Bundesstaat Washington, hat in dieser Woche eine Klage des früher als "180solutions" bekannten Adware-Herstellers Zango gegen Kaspersky Labs abgewiesen. Der Vorwurf von Zango: Kasperskys Virenscanner melde die Zango-Software als "Spyware" und behindere die Geschäfte des Klage-führenden Herstellers. Diese Praxis wollte Zango dem Antivirus-Unternehmen verbieten lassen. Das Gericht hat jedoch befunden, dass der amerikanische Communications Decency Act (CDA) Anbieter wie Kaspersky vor solchen Anklagen schütze.

Kaspersky USA, der amerikanische Vertreiber der Kaspersky-Produkte, sei im weitesten Sinn als eine Art Provider zu betrachten und es stehe dem Unternehmen frei, welche Produkte es als unerwünschte Programme einstufe. Bereits kurz zuvor war ein ähnliches, von Zango angestrengtes Verfahren gegen PC-Tools eingestellt worden . Das Gericht in Seattle hat sich auch auf dieses Verfahren bezogen.

Das Scheitern Zangos vor Gericht gegen Hersteller von Anti-Spyware-Produkten kann weit reichende Folgen haben. Zango und andere Adware-Firmen werden wegen des Ausgangs dieser Verfahren wahrscheinlich kaum eine Chance haben anderen Anti-Spyware-Anbietern verbieten zu lassen, ihre Adware als unerwünscht zu erkennen und zu entfernen.

Der Anti-Spyware-Aktivist Ben Edelman, Jurist und Assistenzprofessor an der renommierten Harvard Business School, hat auf seiner Website eine Übersicht der juristischen Auseinandersetzungen um Adware und Spyware zusammen gestellt .

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