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Zahl der Cyber-Angriffe in Deutschland steigt

11.03.2014 | 05:04 Uhr |

Das Bundesamt für IT-Sicherheit (BSI) registriert eine wachsende Zahl an Cyber-Angriffen in Deutschland. Um die Wirtschaft künftig besser schützen zu können, fordert das BSI nun eine Meldepflicht für Hacker-Attacken.

Auf der diesjährigen CeBIT ist Sicherheit eines der Kernthemen. Das Bundesamt für IT-Sicherheit (BSI) macht in Hannover auf die wachsende Zahl an Cyber-Angriffen in Deutschland aufmerksam. Wie BSI-Präsident Michael Hange gegenüber der „Welt“ bestätigte, gab es allein im Jahr 2013 rund 2.200 DdoS-Attacken, bei denen Webserver und Netzwerke zeitweise offline gingen. Neben dem Lahmlegen bestimmter Unternehmen, stehe bei derartigen Angriffen auch Wirtschaftsspionage im Vordergrund.

Einen kompletten Überblick über die Cyber-Kriminalität in Deutschland habe das BSI jedoch nicht. Aufgrund der fehlenden Meldepflicht für Unternehmen seien genaue Statistiken schwer anzufertigen. Aus diesem Grund will Bundesinnenminister Thomas de Maiziere nun eine solche Meldepflicht einführen, die zumindest für schwerwiegende Hacker-Angriffe gelten soll.

CeBIT 2014 macht Sicherheit groß auf

Auch Privatanwender müssten künftig mehr Vorsicht walten lassen. Im zweiten Quartal 2013 sei die Zahl der als gefährlich eingestuften Webseiten in Deutschland um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Schätzungsweise eine Million Computer in Deutschland hätten sich über derartige Seiten mit Trojanern infiziert, über die ihr PC für Spam-Angriffe oder DDoS-Attacken missbraucht werden kann.

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