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Zahl der Web-Attacken hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt

10.10.2001 | 10:45 Uhr |

Im Jahr 2001 hat sich die Zahl der Angriffe auf Webserver gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Die IT-Ausstattung von fast 90 Prozent der überprüften Unternehmen war mit Würmer oder Viren verseucht, obwohl meist Antiviren-Software installiert war. Dies geht aus der "Information Security Industry"-Studie hervor, die jährlich vom Information Security Magazin durchgeführt wird.

Im Jahr 2001 hat sich die Zahl der Angriffe auf Webserver gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Die IT-Ausstattung von fast 90 Prozent der überprüften Unternehmen war mit Würmer oder Viren verseucht, obwohl meist Antiviren-Software installiert war. Dies geht aus der "Information Security Industry"-Studie hervor, die jährlich vom Information Security Magazin durchgeführt wird.

Die Studie basiert auf den Antworten von 2545 Mitarbeitern aus dem Sektor der IT-Sicherheit. Fast 50 Prozent der befragten Unternehmen berichteten von externen Angriffen auf ihre Webserver, im Vorjahr waren es noch 24 Prozent.

Fast 90 Prozent der Unternehmen haben 2001 unangenehme Erfahrungen mit Internet-Würmern, Viren oder Trojanern gemacht, 40 Prozent mussten DoS-Attacken über sich ergehen lassen. Rund ein Drittel der befragten Firmen wurde Opfer von Angriffen, bei denen Angreifer Buffer-Overflow-Schwächen ausnutzten.

Die Unternehmen werden aber nicht nur von Außen, sondern auch von Innen bedroht. Die Bandbreite dieser internen Bedrohung ist sehr groß, aber etwas weniger gefährlich als bei den Angriffen von Außen. 78 Prozent der befragten Unternehmen berichteten, dass Mitarbeiter auf Firmen-Rechnern illegale oder nichtlizenzierte Software nutzen würden, 60 Prozent der Mitarbeiter würden ihre PCs für unerlaubte Zwecke einsetzen.

Knapp 60 Prozent der Befragten hatten schon interne Hacker-Angriffe erlebt, 22 Prozent wurden Opfer von elektronischem Diebstahl oder Sabotage. Bei immerhin neun Prozent der von der Studie erfassten Unternehmen wurden Firmenrechner für Betrugsaktionen eingesetzt. Alle diese internen Probleme waren allerdings zahlenmäßig im Jahr 2001 geringer als noch im Jahr 2000.

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