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Youtube weiter in der Schusslinie

28.12.2006 | 14:55 Uhr |

Eine Organisation, die japanische Rechte-Inhaber vertritt und Youtube gebeten hat, auf die zahlreichen Urheberrechtsverstöße zu reagieren, hat den Video-Dienst für sein bisher gezeigtes Verhalten kritisiert.

Die Gruppe, zu der im Wesentlichen alle größeren japanischen Fernsehsender gehören, beschwerte sich Anfang Dezember bei Youtube. Mit zu den Anliegen der Organisation gehörte, wie die Beschwerden von Rechte-Inhabern behandelt werden und wie Nutzer gewarnt und für das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Material bestraft werden.

Auf einem Treffen in Tokio hat die Organisation nun die erst kürzlich erhaltene Antwort von Youtube diskutiert. Satoshi Watanabe, Manager beim Japanese Society for Rights of Authors, Composers and Publishers (JASRAC), dazu: "Wir wissen es zu schätzen, dass Sie vor Ende der Frist geantwortet haben, aber Ihre Reaktion ist nicht zufriedenstellend."

Obwohl sich Youtube verständnisvoll gegenüber den Beschwerden zeigte, haben sie keine Änderungen in der Art und Weise wie die Site betrieben wird herbeigeführt. "Als vorbeugende Maßnahme hatte wir Ihnen vorgeschlagen, eine Nachricht in japanischer Sprache einzublenden, die vor dem Hochladen von urheberrechtlich geschütztem Material warnt", so Watanabe. "Sie haben zwar gesagt, dass es möglich sei dies umzusetzen, aber sie gaben uns kein spezifisches Datum wann sie es tun werden und auch bis heute gibt es keine Infos dazu."

Die Organisation hat Youtube auch aufgefordert, das Anmeldeprozedere zu überarbeiten: Namen und Adressen von Nutzern sollten archiviert und Accounts, die dazu genutzt wurden urheberrechtlich geschütztes Material hochzuladen, geschlossen werden. Bislang habe man aber keine Antwort auf diese Eingabe erhalten.

Wie geht es nun weiter? Youtube Chief Executive Officer Chad Hurley und Chief Technology Officer Steven Chen sollen gegenüber der JASRAC angedeutet haben, dass sie nach Japan kommen würden, um die Probleme zu besprechen. Laut Watanabe sei man auch dort weiterhin offen für Gespräche.

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