Youtube-Video

Sturmgewehr aus dem 3D-Drucker feuert sechs Schüsse ab

Mittwoch den 05.12.2012 um 14:14 Uhr

von Benjamin Schischka

Der grünliche Teil kommt aus dem 3D-Drucker.
Vergrößern Der grünliche Teil kommt aus dem 3D-Drucker.
© http://defdist.tumblr.com
Auf Youtube macht ein Video die Runde, in dem ein Hobby-Waffenschmied sein Sturmgewehr aus dem 3D-Drucker vorführt. Die M16 feuert erfolgreich sechs Schuss ab.
Mit dem 3D-Drucker kann man nicht nur kleine Figürchen oder Kaffee-Tassen ausdrucken, haben sich einige Hobby-Waffenschmiede wohl gedacht und eine AR-15, besser bekannt als M16, ausgedruckt. Genau genommen haben sie nur den unteren Teil einer M16 ausgedruckt (der Teil über dem Griff) und ihn unter einem nicht-ausgedruckten .233-Lauf montiert. Die Baupläne sollen die Waffenschmiede kostenlos aus dem Internet heruntergeladen haben. Der selbst ausgedruckte Teil der AR-15, berichtet geekologie.com, sei der Teil der Waffe, für den man (in den USA) eine Lizenz brauche. Die restlichen Teile sollen die Waffenschmiede ohne Lizenz legal erworben haben.
 
Nach dem Ausdruck des Sturmgewehrs haben die Bastler ein Video bei Youtube hochgeladen, das die Einsatzfähigkeit ihrer AR-15 unter Beweis stellen soll. Das Gewehr feuert sechs Schüsse ab, dann löst sich der hintere Teil der Waffe in seine Einzelteile auf und fällt zu Boden.

 
Das Sturmgewehr ist nicht die einzige Schusswaffe aus dem 3D-Drucker. In Texas will ein Student Pistolen ausdrucken. Doch es gab Ärger mit dem Verleiher des 3D-Druckers, das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Vermutlich wird die Pistole nur einen Schuss abgeben können und dann unbrauchbar sein – nicht sechs wie das Sturmgewehr.

Eine Waffe, die zu 100 Prozent aus dem 3D-Drucker kommt wirft mehrere Fragen auf. Wie stellt man sicher, dass nicht jeder ohne Waffenschein an eine Waffe kommen kann? Wie werden Flughäfen und öffentliche Gebäude effektiv vor Schießwütigen und Terroristen geschützt, wenn der Metalldetektor nicht anschlägt?

Mittwoch den 05.12.2012 um 14:14 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • chipchap 13:43 | 07.12.2012

    Zitat: ohmotzky
    Aber ....
    Was zu beweisen war.

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  • ohmotzky 09:20 | 07.12.2012

    Aber wirkungsvoll.

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  • chipchap 23:08 | 06.12.2012

    Zitat: ohmotzky

    Den Lauf an die Schläfe des Piloten gedrückt
    Welch primitiver Kaliumionenkreislauf.

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  • ohmotzky 09:34 | 06.12.2012

    Eure Sorgen möchte ich haben.
    Den Lauf an die Schläfe des Piloten gedrückt sollte der mangelnden Schussgenauigkeit völlig egal sein.

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  • Thor Branke 09:28 | 06.12.2012

    Zitat: chipchap
    Der Lauf ist aber original.

    Ich weiß.

    Zitat: chipchap
    Man kann auch zuglose Waffen herstellen. Die Genauigkeit leidet zwar und das Geschoss kann taumeln, aber lebensgefährlich wäre die Waffe immer noch.
    Klar, darauf basiert z. B. der Spannungsbogen im Film "In The Line Of Fire".

    Zitat: chipchap
    Schon ein Kaliber 22 (5,6 mm der M 16) ist noch auf große Entfernungen tödlich.
    Solcher Munition fehlt es aber an Durchschlagskraft, wie die Afghanistankämpfer diverser Armeen leidvoll erfahren mussten.

    Ein zusätzliches Problem stellt die kleinkalibrige Munition (5,56 Millimeter) der modernen G36-Gewehre dar, mit denen die deutschen Soldaten ausgestattet sind. In einem Erfahrungsbericht aus dem vergangenen Jahr wurde eine fehlende „Mannstoppwirkung“ bemängelt: Wird ein Angreifer nicht tödlich getroffen, kann er meist weiterkämpfen.
    ...
    Inzwischen setzen die Infanterieeinheiten der Bundeswehr auf einen Mix aus G36 und dem alten G3-Gewehr (Kaliber 7,62 Millimeter), mit dem außerdem ein Schütze, der beim Feuerüberfall hinter den typischen Lehmmauern steht, besser niedergehalten werden kann. Die G3-Geschosse durchdringen zwar auch nicht die zäh-weichen Lehmwände, erzeugen aber immerhin mehr Staub und Splitter.

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