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YouTube-Video bleibt nach jahrelangem Rechtsstreit online

17.09.2015 | 05:03 Uhr |

Acht Jahre lang lieferte sich eine US-Amerikanerin einen Rechtsstreit mit Universal aufgrund eines Clips ihres tanzenden Babys.

Vor acht Jahren veröffentlichte die US-Amerikanerin Stephanie Lenz ein 29 Sekunden langes Video ihres tanzenden Sohnes auf YouTube. Das 13 Monate alte Baby amüsierte sich zum Song „Let's Go Crazy“ von Prince. Mit diesem Songtitel wurde der Clip auch auf der Video-Plattform veröffentlicht. Damals konnte sich Lenz noch nicht vorstellen, dass ihr Filmchen einen jahrelangen Rechtsstreit nach sich ziehen würde.

Dieser beginnt wenige Monate nach dem Video-Upload. Universal Music, das Unternehmen das die Rechte am Prince-Song hält, zwingt YouTube, den Clip offline zu nehmen. Der Grund: Lenz verletzt mit ihrem Tanz-Video das Universal-Copyright an „Let's Go Crazy“.

Die junge Mutter legte bei YouTube Widerspruch ein, stellte den Clip wieder online und zog gegen Universal vor Gericht. Mit Erfolg: Nach mittlerweile acht Jahren gab der Ninth Circuit Court of Appeals Lenz recht. Laut dem Urteil dürfen Recht-Inhaber nicht generell jede Verwendung ihres geistigen Eigentums verbieten. Ganz allein musste Lenz den Fall jedoch nicht bestreiten. Die Electronic Frontier Foundation nahm das tanzende Baby als Präzedenzfall für die Willkür von Rechte-Inhabern und stellte der Mutter Anwälte zur Seite.

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