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YouTube: China macht Schotten dicht

17.03.2008 | 15:20 Uhr |

Das Regime hat in Zusammenhang mit der andauernden Tibetkrise und der Veröffentlichung kritischer Videos das Web-2.0-Portal im Inland offline gesetzt.

China hat den Zugang zu YouTube blockiert, nachdem dort Filme von Tibetern über die derzeit andauernden Proteste auftauchten. Stattdessen bekommen Internet-Surfer in China beim Aufruf von YouTube lediglich eine leere Seite zu Gesicht. Außerdem wurden noch weitere Informationsquellen „mundtot" gemacht, insbesondere ausländische Nachrichtenseiten, die über das gewaltsame Vorgehen gegen die Demonstranten in Lhasa berichten.

Dagegen sollen die chinesischen Video-Portale wie 56.com, Youku.com oder Tudou.com frei von kritischem Videomaterial sein. Wie nicht anders zu erwarten, berichtet das staatliche Fernsehen nur über die Ausschreitungen der Tibeter. Inzwischen hat das Militär die Kontrolle in der tibetischen Hauptstadt übernommen. Während das Exil-Parlament mehrere hundert Tote beklagt, gab Peking deutlich niedrigere Zahlen bekannt.

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