Datenklau

YouPorn-User zu Tausenden bloßgestellt

Freitag den 24.02.2012 um 11:39 Uhr

von Benjamin Schischka

Tausende von Nutzerdaten geklaut und veröffentlicht: YouPorn
Vergrößern Tausende von Nutzerdaten geklaut und veröffentlicht: YouPorn
© Polylooks
Hacker konnten tausende von Mail-Adressen und Passwörter von YouPorn-Nutzern entwenden und veröffentlichen. Nun ist nicht nur so manche Beziehung gefährdet.
Wie der Antiviren-Spezialist Sophos in seinem Blog Naked Security mitteilt, wurden die Anmeldedaten von tausenden YouPorn-Usern veröffentlicht. Dazu zählen E-Mail-Adresse, Passwort und Geburtsdatum. Die Porno-Seite zählt laut Sophos zu den 100 beliebtesten Webseiten weltweit. Umso schlimmer ist, wie einfach es den Hackern gemacht worden sein soll.

YouPorn-Datenleck: Wie konnte das passieren?

Dem Sicherheits-Blogger Anders Nilsson zufolge sollen mehrere hundert MB sensibler User-Daten seit November 2007 unter eine öffentlich zugänglichen URL abgelegt worden sein. Nilsson ist es ein Rätsel, wie das geschehen konnte – er gibt als mögliche Ursache das Versehen eines sorglosen Programmierers an, setzt aber ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen in Klammern dahinter. Auch sehr fragwürdig: Wie wurden die Informationen gefunden? Die URL mit den Daten soll nirgendwo verlinkt gewesen sein.

Laut YouPorn sollen aber nur Nutzer des YP-Chats betroffen sein. Der Chat auf der YouPorn-Seite werde von einem Unternehmen außerhalb geführt und sei aus Sicherheitsgründen mittlerweile auf der Porno-Seite blockiert worden. Wer den Chat nicht nutze, soll angeblich nichts zu befürchten haben.

Schnell handeln – so halten Betroffene den Schaden gering

Auch wenn YouPorn das Datenleck mittlerweile gestopft hat – die entwendeten Daten seien längst von den Hackern ausgewertet und an anderer Stelle veröffentlicht worden, schreibt Naked Security. Ein Problem haben die Bloßgestellten nicht nur eventuell mit ihren Arbeitgebern und Partnern. Das womöglich noch schlimmere Problem ergibt sich, wenn sie für mehrere Dienste – etwa den Mail-Anbieter – das gleiche Passwort wie bei YouPorn verwenden. Denn dann erhalten die Hacker flugs Zugang zu weiteren Informationen. Darum unser Rat an Betroffene: So schnell wie möglich alle wichtigen Passwörter (E-Mail, Facebook, Cloud-Speicher, FTP, PayPal, Amazon, etc.) ändern!

Erst vor Kurzem wurde das ebenfalls zu Manwin gehörende Porno-Portal Brazzers gehackt .

Facebook - so schützen Sie Ihre Daten
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Freitag den 24.02.2012 um 11:39 Uhr

von Benjamin Schischka

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