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Yahoo macht sich Mut im Kampf gegen Google

21.06.2006 | 15:24 Uhr |

Mit einer optimistischen Sicht der Dinge kommt man leichter durchs Leben. So scheint man bei Yahoo zu denken. Denn obwohl der Internet-Pionier derzeit beim Suchmaschinen-Ranking deutlich hinter Google liegt, glaubt man bei Yahoo langfristig an eine Wende.

Yahoo macht sich Mut. Zwar liegt Google in der Gunst der Internetnutzer deutlich vorn, doch die "Such-Schlacht" habe gerade erst begonnen. Das meint zumindest Bradley Horowitz, Vizepräsident von Yahoo für den Bereich Produktstrategie. "Wir haben nur die ersten drei Schritte bei einem Marathon zurückgelegt", legt Horowitz nach.

Der Stand nach diesen "drei Schritten" stellt sich folgendermaßen dar: Im Mai liefen 49 Prozent aller Suchanfragen von US-Amerikanern über die Suchmaschine von Google, wie die Marktforscher von Nielsen/NetRatings ermittelten. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ist das für Google eine Zunahme um satte 32 Prozent.

Allerdings konnte auch Yahoo einen deutlichen Zuwachs melden. Yahoos Anteil an den Suchanfragen betrug im Mai 23 Prozent, das sind 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf dem dritten Platz landete die MSN -Suche mit einem Marktanteil von elf Prozent. Auch wenn MSN am deutlichsten abgeschlagen ist, so kann das Microsoft-Unternehmen immerhin das vergleichsweise größte Wachstum melden: 42 Prozent mehr als im Vorjahr.

Horowitz setzt nun seine Hoffnungen auf neue Suchmaschinen-Technologien. So sollen in Zukunft Suchanfragen individueller werden. Beispielsweise soll man via Web recherchieren können, wo man gut essen kann. Als Grundlage für solche spezifischen Suchergebnisse dient die Einschätzung anderer Anwender. Yahoo spricht in diesem Zusammenhang von "social search", die auf dem Input der Internetnutzer basiert. Dafür bedarf es registrierter Benutzer, von denen Yahoo dank Diensten wie Yahoo Mail, Yahoo Messenger, Flickr und Del.icio.us mehrere Millionen besitzt.

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