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Yahoo ändert Verfahrensweise: Suchanfragen werden anonymisiert

26.07.2007 | 12:03 Uhr |

Nachdem Google letzte Woche angekündigt hat, die Lebensdauer seiner Cookies künftig einschränken zu wollen, und damit auf Kritik von Datenschützern reagierte, hat nun ein weiterer Suchmaschinen-Betreiber ebenfalls Schritte zum Schutz der Privatsphäre von Nutzern angekündigt. Yahoo wird bei Suchanfragen erhobene Daten nach 13 Monaten anonymisieren.

Bedenken und Kritik seitens Datenschützer und der Öffentlichkeit im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre bei Suchmaschinenanfragen zeigen Wirkung. Yahoo hat nun versprochen, seine bisherige Verfahrensweise zu ändern. Das Unternehmen folgt damit Ankündigungen der beiden Mitbewerber Google und Microsoft.

Laut Yahoo-Sprecher Jim Cullinan wird Yahoo dafür sorgen, dass Protokolle der Suchanfragen nach 13 Monaten anonymisiert werden. Ausnahmen für diese Regelung wird es nur geben, wenn Nutzer dies ausdrücklich verlangen oder wenn Yahoo aus rechtlichen Gründen dazu angehalten ist, Daten länger aufzubewahren.

"Wir glauben, dass 13 Monate ein angemessener Zeitraum sind, um unseren Verpflichtungen gegenüber Nutzern zum Schutz der Privatsphäre nachzukommen und wir dabei unsere Möglichkeiten bewahren, uns gegen betrügerische Aktivitäten zu wehren und unsere Dienste für Werbetreibende, Verlage und andere zu verbessern", so Cullinan in einer Mail an Computerworld.

Erst am Wochenanfang hatte Softwaregigant Microsoft angekündigt, es Nutzern künftig auf Windows Live ermöglichen zu wollen, anonym Suchanfragen zu tätigen . Wird die Suchmaschine nicht anonym genutzt, sollen die Protokolle nach 18 Monaten von personenbezogenen Daten bereinigt werden.

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