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Semantische Suche versteht, was der User braucht

17.03.2008 | 11:54 Uhr |

Die Ankündigung von Yahoo!, semantische Suchmechanismen in seine Suchmaschine einzubauen, setzt die Konkurrenz von Google und Microsoft unter Druck.

Die semantische Suche soll bessere Treffer bieten, weil die Suchmaschine verstehen kann, in welchem Zusammenhang die gesuchten Begriffe stehen und Suchergebnisse deshalb besser filtern und mit präzisen Zusatzinformationen ausgestattet ausgeben kann.

Die Technologie wird als der nächste große Schritt in der Entwicklung des Internets gesehen, da sie die Möglichkeit bietet, die Masse an Daten im Netz besser zu verstehen. Yahoo! will nun einige semantische Web-Identifikatoren in seine Suchtechnik einbauen. "Das bedeutet einen Quantensprung für Produktivität und Effektivität", so Stefan Decker vom Digital Research Institute der Universität von Irland .

Anstatt eine lange Liste von Links auszuspucken, könne eine semantische Such-Engine verstehen, welche Art von Objekt oder Person gesucht würde und zusätzliche Information anbieten. Die neue Technologie könnte etablierte Angebote unter Druck setzen, erwarten Experten. Platzhirsch Google setzt nach wie vor auf konventionelle Technologie. Zumindest Amit Kumar, Produkt-Management-Direktor bei Yahoo!, glaubt, dass die Suchmaschine die Killerapplikation des semantischen Webs werden könnte.

Der Schachzug des Unternehmens könnte der Verbreitung der Technologie erheblichen Auftrieb geben. Trotz des bemerkenswerten Fortschritts des semantischen Webs der vergangenen Jahre habe der durchschnittliche User davon noch nichts bemerkt, so Kumar. Yahoo! habe nun gemerkt, dass sich das langsam ändere. Wie in den Anfangstagen des Webs würden viele Menschen Daten mit Labels und Identifikatoren kennzeichnen, die semantische Suchmaschinen brauchen, um das Web zu durchsuchen, sagt Experte Decker. Yahoo! habe realisiert, dass es nun genug Informationen gebe, um die Grundlage für die Websuche zu bieten. (pte)

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