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Yahoo-Malware verwandelte europäische PCs in Bitcoin-Miner

09.01.2014 | 17:03 Uhr |

Über die Ad-Server von Yahoo wurden in der vergangenen Woche zahlreiche europäische Nutzer mit Malware infiziert. Die Rechner einiger Betroffener verwandelten sich dadurch in Bitcoin-Miner.

In der vergangenen Woche war es Hackern gelungen, die Ad-Server des Suchmaschinen-Konzerns Yahoo zu kapern. Über die europäische Website des Unternehmens wurden im Zuge dessen, Werbe-Anzeigen mit Malware ausgeliefert. Die Angreifer machten sich dabei eine Java-Lücke zunutze.

Wie in dieser Woche bekannt wurde, handelte es sich bei der ausgelieferten Malware unter anderem um Schadprogramme, welche die PCs ihrer Opfer in Bitcoin-Miner verwandeln. Dabei wird die Prozessor-Leistung des Rechners zur Verarbeitung von Datenpaketen genutzt, wodurch das Bitcoin-Netzwerk am Laufen gehalten wird. Während Nutzer, die sich freiwillig als Bitcoin-Miner betätigen eine Belohnung in Form von Bitcoins erhalten, bemerkten die Yahoo-Opfer nichts von ihrer rechenintensiven Nebentätigkeit. Die virtuelle Entlohnung wurde dem Konto des Malware-Erstellers gutgeschrieben.

So schützen Sie sich vor aktuellen Viren

Yahoo räumte per offizieller Stellungnahme zwar bereits ein, dass zwischen 31. Dezember 2013 und 3. Januar 2014 malwareverseuchte Werbung ausgeliefert wurde, konkrete Zahlen, wie viele Nutzer von der Attacke betroffen waren, hat das Unternehmen jedoch noch nicht veröffentlicht. Laut Schätzungen des niederländischen Sicherheitsunternehmens Fox IT könnten in dem vier Tage umfassenden Zeitraum etwa 27.000 Nutzer pro Stunde infiziert worden sein.

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