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Yahoo IM bekommt neue Telefonfunktionen

08.12.2005 | 17:21 Uhr |

Ein neuer Messenger von Yahoo steht ins Haus. Er wird über eine Funktion namens "phone-out/phone-in“ verfügen.

Yahoo plant, seinem Yahoo Messenger eine Funktion zu spendieren, die es Nutzern erlauben wird, Anrufe direkt über das Tool ins Festnetz oder auf Mobiltelefone zu tätigen. Zudem werden Nutzer des Yahoo Messengers ein oder mehrere Nummern von Yahoo anmieten können, um Anrufe über den Instant Messenger entgegen nehmen zu können. Dies ließ Jeff Bonforte, Senior Director für Voice Product Management bei Yahoo, verlauten. Yahoo nennt das geplante Feature "phone-out/phone-in".

Die Unterstützung von Gesprächen von PC zu PC stellt der Yahoo Messenger schon seit längerem zur Verfügung. Und es gab auch das Angebot für Nutzer, sich mit Hilfe des Dienstes einer dritten Partei hinauszuwählen (Stichwort: Net2Phone Inc). Nun wird die Voice-Funktionalität aber wesentlicher enger mit dem Messenger verzahnt - und wohl auch noch mit zahlreichen anderen Online-Diensten von Yahoo -, wie Bonforte durchblicken lies. Yahoo betrachtet laut dem Senior Director die Voice-Funktionalität nicht unbedingt als ein IM-spezifisches Feature sondern mehr als einen Schlüssel zur zukünftigen Art der Kommunikation im Internet.

Was wird es kosten?

Die Tarifstruktur steht zum Teil bereits fest. Anrufe vom Yahoo Messenger ins US-amerikanische Telefonnetz werden mit rund 0,01 US-Dollar pro Minute zu Buche schlagen. Anrufe in 30 weitere Länder (sowohl in Europa, Südamerika, Afrika und Asien) werden unter 0,02 US-Dollar pro Minute kosten. Anrufe in weitere 150 Länder werden möglich sein, aber von den Tarifen her variieren.

Bezahlt wird die Funktion, die Yahoo "phone out" nennt, via Vorauszahlungen. Die Vorauszahlungen können je nach Bedarf in Höhen zwischen 10 und 25 US-Dollar gemacht werden. Verfallen sollen einmal gemachte Zahlungen übrigens nicht.

Die Telefonnummern (phone-in) werden Anwender für 2,99 US-Dollar pro Monat oder 29,90 US-Dollar pro Jahr von Yahoo anmieten können. Anfangs werden nur US-amerikanische, britische und französische Telefonnummern verfügbar sein. Interessant dabei: Laut Bonforte können Nutzer weltweit die US-amerikanischen und britischen Nummern bekommen.

Wann der neue Yahoo Messenger mit den phone-out/phone-in-Fähigkeiten kommen soll, hat das Unternehmen bislang noch nicht verraten.

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