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Yahoo: Ballmer äußerst sich indirekt zu Übernahme-Gerüchten

11.05.2007 | 11:42 Uhr |

Nach Gerüchten, dass Microsoft und Yahoo über eine Übernahme verhandeln (mittlerweile sollen die Gespräche auf Eis gelegt sein) hat sich nun auch Microsoft-Chef Steve Ballmer zu diesem Thema geäußert - wenn auch nur indirekt.

Es wäre die mit Abstand größte Übernahme, die Microsoft jemals gestemmt hat: Yahoo. Der Deal hätte ein Volumen von 50 Milliarden Dollar, wie Industrie-Analysten spekulieren, doch die Verhandlungen sollen inzwischen unterbrochen worden sein.

Auf eine Präsentation von Unternehmens-Software auf der Software-2007-Conference in Santa Clara, hat sich nun Microsoft-Chef Steve Ballmer indirekt zu diesem Thema geäußert. Ballmer wurde auf der Konferenz von M.R. Rangaswami, Sand Hill Group, zu Microsofts Einkaufsstrategie befragt. Rangaswami brachte Yahoo dabei zwar nicht namentlich ins Spiel, wollte aber von Ballmer wissen, ob Microsoft bereit sei, ein Unternehmen im Wert zwischen 40 und 50 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Ballmer gab zurück, dass Microsoft nie über geplante Firmenübernahmen in der Öffentlichkeit sprechen würde, fügte aber hinzu: "Wir haben noch nicht allzu viele große Übernahmen durchgeführt ... aber wir würden dies nicht ausschließen."

Auf der Konferenz kam auch das Thema "Software und Services" zur Sprache, dem Trend also, bei dem Unternehmen Anwendungen über das Internet zur Verfügung stellen und für deren Nutzung eine monatliche Gebühr verlangen. Dieser Ansatz steht dabei vollkommen konträr zu Microsofts derzeitigem Geschäftmodell, bei dem Software im Rahmen eines Lizenzmodells vertrieben wird.

Ballmer könnte sich in diesem Zusammenhang durchaus Modelle vorstellen, die sowohl das Lizenzmodell als auch den Services-Ansatz miteinander vereinen. Zwar habe sich Software zu einem "Service" entwickelt der, so Ballmer, über die "Internet-Wolke" verfügbar sei, der Bereich Unterhaltungselektronik sei jedoch ein Beispiel für ein weiteres Modell. So sei beispielsweise Apples iPod ein Gerät, dessen Anwender-Erfahrungen über die Software definiert werden. Das eigentliche Geld werde aber mit dem Verkauf der Hardware verdient, so Ballmer. Übertragen auf Microsoft bedeute dies, dass das Unternehmen Veränderungen nicht nur darin sehe, wie Software entwickelt und verbreitet wird, sondern auch darin, wir damit Geld verdient werden kann, so Ballmer.

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