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8 Tipps gegen Internetfallen zur Weihnachtszeit

02.12.2013 | 07:00 Uhr |

In der Vorweihnachtszeit sind neben vielen seriösen Händlern auch viele Internetbetrüger aktiv. Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor allen Arten von Online-Abzockern.

Der Sicherheitsexperte Janus R. Nielsen von der Antivirus-Firma www.mysecuritycenter.com warnt vor den größten Bedrohungen und gibt Tipps, wie man Weihnachten sicher online verbringt.

Tipp 1: Facebook
Am Anfang des Jahres zeigte ein Bericht von Facebook, dass ungefähr 83 Millionen Profile auf Facebook nicht echt sind. Gleichzeitig ist Weihnachten für viele die beste Zeit des Jahres, um mit alten Freunden und Bekannten wieder in Kontakt zu treten. Daher sollten Sie gerade jetzt sehr vorsichtig sein, welche Freundschaftsanfragen von unbekannten Leuten Sie akzeptieren, warnt Janus R. Nielsen. Falls es einem Betrüger gelingt, dass Sie eine Freundschaftsanfrage akzeptieren und dann eine gefälschte Applikation installieren, kann er Mails, Links und Apps an alle Ihre Kontakte senden. Seien Sie außerdem vorsichtig, auf welche Links Sie klicken oder welche Apps Sie installieren, selbst wenn diese auf der Pinnwand von Freunden erscheinen. "
 
Tipp 2: Digitale Weihnachtskarten
Digitale Weihnachtskarten sind sehr einfach und beliebt, um Grüße zu versenden. Halten Sie sich trotzdem einen Moment zurück, bevor Sie auf den Link klicken. Wenn es sich um einen Betrug handelt, bringt der Link Sie wahrscheinlich auf eine Website, welche Spyware auf Ihrem Computer installiert und somit Ihre persönlichen Informationen registriert. Stellen Sie sicher, dass Sie den Absender kennen und seien Sie misstrauisch, wenn der Text schlecht geschrieben ist.
 
Tipp 3: Webshops
Immer mehr Leute kaufen ihre Weihnachtsgeschenke online. Daher registrieren Sicherheitsexperten auch einen Anstieg an falschen Webshops in der Weihnachtszeit. Meistens mit hochwertigen Marken wie etwa Ralph Lauren, Canadian Goose und Mulberry, aber auch Sonnenbrillen, Designer-Schuhe oder teure elektronische Geräte werden billig angeboten. Damit Ihre Kreditkarteninformationen nicht in falsche Hände geraten und Sie vergeblich auf Ihre Bestellung warten, können Sie vor dem Einkauf einige Nachforschungen anstellen. Sehen Sie sich den URL gut an, da die meisten Domänen mit .com enden, aber de, deutsch oder Deutschland werden oft mit dem verkauften Produkt kombiniert, z.B. mulberryde.com. Ein weiteres Warnsignal ist die Sprache. Halten Sie sich fern, wenn der Text voller Fehler ist. Suchen Sie nach Kontaktinformationen, wie beispielsweise Telefonnummern, Adresse und MwSt.-Nummer - diese sind meistens nicht vorhanden. Und zuletzt, Rabatte bis 70 % auf hochwertige Markenartikel sind oft unrealistisch.

Überprüfen Sie Preise auf Preisvergleich-Websites . Und denken Sie daran, wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es wahrscheinlich auch so, rät der Sicherheitsexperte Janus R. Nielsen."
 
Tipp 4: Phishing in der Weihnachtszeit
Phishing-Versuche sind besonders um Weihnachten sehr häufig und die Betrüger gehen hier mit besonderer Kreativität vor. Durch Phishing werden Sie dazu verführt, Ihre privaten Informationen freiwillig herauszugeben, sodass Betrüger Zugang auf Ihre Kreditkartenangaben, Bankkonten, Passwörter, usw. erhalten und somit Geld von Ihnen stehlen können. Hier einige Beispiele für typische Phishing-Tricks um Weihnachten:

- Bestätigen Sie Ihre Informationen
Ihre Bank, PayPal oder Kreditkartenanbieter schickt Ihnen eine Email und bittet Sie Ihr Konto zu verifizieren, indem Sie Ihre Kreditkarteninformationen und Logins eingeben. Es kann sich auch um eine Email handeln mit der Angabe, dass ein bestimmter Betrag vom Ihrem Konto für ein Weihnachtsgeschenk, das Sie nicht gekauft haben, abgebucht wurde. Sie werden dann gebeten auf einen Link zu klicken, um dieses zu stornieren. Sollten Sie diesen anklicken, wird meistens ein Spyware-Programm auf Ihren Computer installiert und ermöglicht somit Betrügern Zugriff auf jegliche Informationen über Sie. Eine gute Regel an die Sie denken sollten ist, dass seriöse Unternehmen niemals eine Email schicken würden, um sensible Daten zu bestätigen. Löschen Sie also die Email, falls Sie eine erhalten sollten. Wenn Sie nicht sicher sind, nehmen Sie direkt mit dem Unternehmen Kontakt auf.

- Wohlfahrtsorganisation
Viele Menschen möchten gerne anderen während der Weihnachtszeit helfen, seien Sie aber vorsichtig, wenn Sie von Wohlfahrtsorganisationen um eine Spende gefragt werden. Meistens wird das Geld nicht für sauberes Wasser in Tanzania benutzt, sondern gelangt direkt in die Taschen von Internetbetrügern. Am besten sollte man sich direkt an die Wohlfahrtsorganisationen wenden.

- Weihnachtsverlosung
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben eine Million Dollar bei der Weihnachtsverlosung gewonnen! Sie brauchen nur auf einen Link zu klicken, um Ihre Informationen zu bestätigen. Manchmal wird man auch aufgefordert, einen kleinen Betrag zu überweisen, um Ihren Gewinn übertragen zu können. Löschen Sie diese Emails oder Textnachrichten sofort.
 
Tipp 5: Apps und Klingeltöne für Handys
Gefälschte Apps, besonders für Android-Geräte, ist ein wachsendes Problem, vor allem steigt dieses während der Weihnachtszeit an. Janus R. Nielsen warnt vor den vielen Weihnachtsspielen und Klingeltöne mit Weihnachtsliedern. Einige können schädlich sein und Viren auf Ihrem Smartphone installieren. Lesen Sie Bewertungen und Anwender-Kommentare über die App, bevor Sie den Download starten und lesen Sie sorgfältig die Bedingungen, um zu wissen, welchen Zugang Sie dieser App erlauben. Falls es keine Bewertungen der App geben sollte, sollten Sie sich davon fernhalten. Wenn Sie ein Android-Handy besitzen, sollten Sie ein Antivirus-Programm darauf installieren, empfiehlt Janus Nielsen. Empfehlenswert sind Sicherheits-Apps mit einer hohen Erkennungsrate vom Unternehmen wie von MYMobileSecurity, AVG, Norton oder Lookout.

Tipp 6: Weihnachtsauktionen
Wer möchte kein Schnäppchen für Weihnachten? Achten Sie auf falsche Weihnachtsauktionen, die um die Weihnachtszeit häufig erscheinen und iPad Mini, iPhone 5 oder Samsung Galaxy S III für 10 Euro anbieten. Bei vielen dieser ""Schnäppchen-Auktionen"" handelt es sich nicht um echte Bieter, sondern um Programme, die die Preise künstlich in die Höhe fahren. Und sollten Sie der höchste Bieter für das Produkt sein, können Sie sich glücklich schätzen, wenn Sie es erhalten. Also noch einmal, überprüfen Sie die Telefonnummern und Kontaktinformationen und lesen Sie das Kleingedruckte, wenn Sie auf der Website fortfahren möchten.
 
Tipp 7: Weihnachtsferien
Viele Menschen verreisen über die Feiertage, aber seien Sie vorsichtig, wenn Sie plötzlich eine Email bezüglich einer nicht ausgelösten Buchung erhalten. Durch das Klicken auf den Anhang, um zu sehen, um was es sich genau handelt, riskieren Sie eine Infektion Ihres PCs mit Spyware oder Viren. Dieses Problem besteht zwar schon länger, aber kürzlich wurde ein Anstieg von Infektionen auf bekannten Suchmaschinen wie z.B. booking.com verzeichnet. Janus R. Nielsen empfiehlt, Mails mit Anhängen, über die Sie nichts wissen, zuerst kritisch zu betrachten und immer ein aktuelles Antivirus-Programm zu benutzen.
 
Tipp 8: Kreditkarten
Weihnachten ist eine Zeit für Kreditkarten. Betrachten Sie Kreditkarten wie Bargeld, denn für Internetbetrüger besteht kein Unterschied. Halten Sie Ausschau nach dem offiziellen Zeichen für sichere Zahlung, wenn Sie online einkaufen. Der Website-Server muss durch PBS genehmigt sein, um zu versichern, dass unbefugte Personen Ihre Kreditkarteninformationen nicht abfangen können. Außerdem ist es eine Garantie, dass eine SSL-Verbindung benutzt wird, sodass alle Zahlungsinformationen verschlüsselt übertragen werden.

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