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Xbox One - Details zum Online-Zwang & Kopierschutz

07.06.2013 | 12:41 Uhr |

Microsoft hat weitere Details zum Online-Zwang, dem Kopierschutz, Gebrauchtspielen und zur Kinect-Anbindung bei der neuen Xbox One bekannt gegeben.

Microsoft hatte vor zwei Wochen den Xbox-360-Nachfolger Xbox One vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt konnte oder wollte Microsoft aber zu vielen wichtige Fragen wie Beispielsweise einem möglichen Online-Zwang und dem Umgang mit Gebrauchtspielen keine Antwort geben. Einige der Antworten reicht das Unternehmen jetzt auf seiner Website nach. Hier die wichtigsten Fakten:

Xbox One mit Online-Zwang - Alle Spiele auch ohne Disc spielbar

* Alle Xbox-One-Spiele können nach der Installation auch ohne eingelegte Disc gespielt werden. Somit hat der Spieler immer den kompletten Zugriff auf alle seine Spiele, ohne eine Disc einlegen zu müssen. Laut Angaben von Microsoft ist jedes installierte Spiel nicht nur auf der lokalen Konsole, sondern über Cloud auch auf jeder anderen Konsole verfügbar, auf der er sich mit seinem Konto anmeldet. Auf der lokalen Konsole können Gäste und Freunde ohne Einschränkung auf die komplette Spielesammlung des Besitzers zugreifen, ohne sich anmelden zu müssen. Außerdem können bis zu zehn Familienmitglieder auf die Spielebibliothek eines Xbox-Live-Nutzers zugreifen.

Video: Microsoft stellt XBox One vor

* Alle Xbox-One-Spiele werden nicht nur auf Disc im Handel erhältlich sein, sondern zeitgleich zum Erscheinen auch als digitale Variante via Xbox One.Dabei bleibt natürlich abzuwarten, wie sich die Preise unterscheiden werden. Aktuell erscheinen Xbox-360-Spiele nicht nur viel später als Download-Variante auf Xbox Live, sondern sind auch wesentlich teurer als die Versionen in Handel.

* Die Xbox One besitzt einen Gigabit-Netzwerkanschluss und unterstützt 802.11n für die kabellose Verbindung zum Internet (5-GHz-Frequenz wird unterstützt).

* Die Xbox One kann über Wi-Fi Direct eine direkte Verbindung zu einem entsprechenden mobilen Gerät via der Cloud aufnehmen.

* Jede Xbox One ist mit der Cloud verbunden und Entwickler können ihre Spiele so entwickeln, dass intensive Rechenoperationen auf Cloud-Servern erledigt und das Ergebnis dann via Cloud an die Konsole übertragen wird. Zum Start stehen 300.000 Xbox-Live- und Windows-Azure-Server zur Verfügung, die diese Aufgaben übernehmen.

Um alle die oben genannten Funktionen auf der Xbox One nutzen zu können, muss die primäre Konsole innerhalb von 24 Stunden einmal eine Verbindung zum Internet herstellen (sekundäre Konsolen müssen sich jede Stunde mit dem Internet verbinden). Wird innerhalb dieser Zeit keine Verbindung hergestellt, dann ist ein Offline-Gaming nicht möglich. Mit der Konsole können dann immerhin noch DVD-, Bluray-Filme oder TV angeschaut werden.

Xbox One und Gebrauchtspiele

Laut Angaben von Microsoft dürfen die Publisher von Xbox-One-Spielen entscheiden, ob ein Käufer des Spiels das Spiel gegen Geld oder einer virtuellen Währung per einem "teilnehmenden Händler" weiterverkaufen darf. Microsoft verlangt dafür weder von den Händlern noch von den Publishern oder den Spielern eine Gebühr.

Die Publisher von Xbox-One-Spielen dürfen außerdem entscheiden, ob ein Spiel auf einer Disc - beispielsweise an einen Freund - verschenkt werden darf. Auch hier fallen keinerlei Gebühren an. Allerdings müssen die beiden Partien seit mindestens 30 Tagen in Xbox Live miteinander befreundet sein und ein Spiel darf nur einmal verschenkt werden.

Xbox One und Kinect und Datenschutz

* Xbox One muss mit Kinect verbunden sein. Allerdings hat der Xbox-One-Besitzer auch die komplette Kontrolle darüber, was Kinect sehen und hören kann.

* Der Xbox-One-Besitzer kann festlegen, ob Kinect während des Spielens eingeschaltet ist oder nicht. Spiele-Publisher dürfen aber Spiele veröffentlichen, bei denen Kinect eingeschaltet sein muss.

* Wird die Xbox One beispielsweise über den Sprachbefehl "Xbox Aus" ("Xbox Off") ausgeschaltet, dann bleibt Kinect in einem stromsparenden Modus eingeschaltet. In diesem Modus hört sie und reagiert sie nur auf den Befehl "Xbox An" ("Xbox On"). Diese Funktion zum bequemen Einschalten der Spielekonsole per Sprachbefehl kann auf Wunsch ausgeschaltet werden.

* Kinect kann Informationen über den oder die Spieler sammeln, zu denen beispielsweise Fotos, Videos, Gesichtsausdrücke, Herzfrequenz und andere Informationen gehören. Keine diese Information darf ohne ausdrückliche Erlaubnis durch den Nutzer die lokale Xbox One verlassen.

* Kinect muss an der Xbox One angeschlossen werden, aber alle Funktionen der Konsole lassen sich auch ohne Kinect nutzen.

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