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Xbox: Rätselraten um den verwendeten Prozessor

28.11.2001 | 10:48 Uhr |

Noch immer herrscht im Web Verwirrung darüber, welcher Prozessor denn nun in Microsofts Spiele-Konsole Xbox steckt. Hersteller Intel und Microsoft selbst erklärten nun unisono: Es ist weder ein Celeron noch ein Pentium III.

Noch immer herrscht im Web Verwirrung darüber, welcher Prozessor denn nun in Microsofts Spiele-Konsole Xbox steckt. Hersteller Intel und Microsoft selbst erklärten nun unisono gegenüber unserem Schwestermagazin Tecchannel : Es ist weder ein Celeron noch ein Pentium III.

Beide Firmen haben sich in ihrer offiziellen Sprachregelung gut abgesprochen: "Das ist eine eigene CPU, die Intel für uns gemacht hat" gab Boris Schneider-Johne, PR-Manager bei Microsoft an. Intel-Sprecher Christian Anderka meint: "Für uns ist das ein embedded-Prozessor, basierend auf dem Pentium III".

Die Firmenvertreter wollten sich zu der Debatte, ob nun ein Pentium III oder ein Celeron die Xbox antreibt, nicht klarer äußern. Wie in einer früheren Meldung zu lesen ist, hat die Xbox-CPU nur 128 KByte L2-Cache - was eher einem Coppermine-Celeron als einem Pentium III entspricht. Intel bestätigte nun aber, dass der Prozessor mit einem FSB von 133 MHz arbeitet. Das ist wiederum ein Merkmal des aktuellen Pentium III, der Celeron arbeitet derzeit noch mit einem FSB von 100 MHz.

Die Vermutung, die im Vergleich zu aktuellen PCs schwache CPU-Leistung der Xbox würde PC-Umsetzungen der Konsolenspiele behindern, weist Boris Schneider-Johne weit von sich: "Wir wollen keine Konvertierungen!" Der Microsoft-Manager betonte, dass sich Konsolenspiele von PC-Titeln in Bedienung und Spielfluss ohnehin massiv unterscheiden würden. Auch für die heiß erwartete Umsetzung des Xbox-Spiels Halo, sieht Schneider-Johne mehr als eine reine Portierung des Codes: "Das wird ein ganz anderes Spiel."

Ohnehin würden Umsetzungen von der Xbox zum PC und umgekehrt in Zukunft immer schwerer, gab Schneider-Johne weiter an. Zwar gebe es die DirectX-Schnittstellen für die Xbox auch weiterhin, aber bereits die nächste Generation der Spiele würde direkt die Register der Xbox-Chips ansprechen. Damit wäre dieser Code nur noch auf der Konsole lauffähig.

Das mag PC-Fans zwar nicht schmecken, die mit der Xbox auch einen Schub für PC-Software erwartet hatten, solche Programmier-Techniken sind jedoch bei Konsolen durchaus üblich. So hatten die ersten Spiele für die Playstation 2 auch enttäuscht. Die Software wurde erst besser, als die Programmierer die Hardware besser kennen gelernt hatten. Diese Entwicklung zeichnet sich nun auch mit der Xbox ab.

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