22.11.2011, 16:59

Denise Bergert

Xbox 360

Phishing-Attacke auf Xbox Live

©Microsoft

Wer sein Passwort bei einem Phishing-Versuch preis gibt, bekommt von Microsoft keine Rückerstattung für eventuelle finanzielle Schäden.
Wie die englische Tageszeitung The Sun heute in ihrer aktuellen Ausgabe titelte, ist Microsofts Online-Netzwerk Xbox Live in den vergangenen Tagen verstärkt zur Zielscheibe von Phishing-Attacken geworden. Dabei verschicken Betrüger Emails, die den Eindruck erwecken, als kämen sie direkt vom Xbox-Hersteller und fordern Xbox-Live-Mitglieder über falsche Links auf, ihre persönlichen Login-Daten preiszugeben.

Die Opfer wurden in den meisten Fällen mit dem Versprechen auf kostenlose Xbox Live Punkte in die Falle gelockt. Wer sein Passwort über einen der Betrugs-Links eingibt, gibt den Drahtziehern damit einen Freifahrtschein, das entsprechende Xbox-Live-Konto mit gespeicherten Guthaben-Punkten oder Kreditkarten-Daten leer zu räumen. Betroffen sind mittlerweile zahlreiche Gamer in über 35 Ländern. Der durchschnittliche Verlust liegt dabei umgerechnet zwischen 100 und 200 Euro pro Account.
Wer einmal in die Falle getappt ist, kann jedoch nur in den seltensten Fällen auf Rückendeckung seitens Microsoft  hoffen. Wie der Redmonder Konzern zu Protokoll gab, könne man nur den Xbox-Live-Mitgliedern in Form einer Rückerstattung helfen, die ihr Passwort nicht preisgegeben hätten. Ein Widerspruch, denn ohne das entsprechende Passwort haben die Phishing-Täter auch keinen Zugriff auf die entsprechenden Konten.
Microsoft betonte weiterhin, dass es sich bei den Phishing-Angriffen nicht um Hacking-Versuche auf Xbox Live handle. Die kriminellen Handlungen erfolgten allesamt außerhalb des Online-Netzwerks. Der Konzern arbeite derzeit mit Hochdruck an neuen Sicherheitsmechanismen, die solche Aktionen in Zukunft erschweren sollen.
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