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Xbox 360: Microsoft sperrt modifizierte Konsolen aus

18.05.2007 | 15:17 Uhr |

Microsoft hat damit begonnen, alle Besitzer einer gemoddeten Xbox 360 von der Teilnahme am Xbox-Live-Dienst auszusperren.

Microsoft hat damit begonnen, gemoddete Xbox-360-Konsolen vom Xbox-Live-Dienst auszusperren. Mit dieser Maßnahme will Microsoft laut eigenen Angaben sicherstellen, dass die Besitzer einer nicht-gemoddeten Spielekonsole auf Xbox Live nur auf Spieler antreffen, die ebenfalls über keine gemoddete Konsole verfügen und somit auch sichergestellt ist, dass nicht gecheatet wird. Zeitgleich geht Microsoft aber auch gegen Raubkopien vor, denn jede gemoddete Spielekonsole ist auch in der Lage, Raubkopien abzuspielen und teilweise wird zum modifizieren einer Spielekonsole auch die Erstellung einer Raubkopie vorausgesetzt.

Wer sich versucht, mit einer gemoddeten Spielekonsole in Xbox Live einzuwählen, der erhält neuerdings die Fehlermeldung „EZ: 8015-190D“ plus dem Hinweis, dass er gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen habe und damit von der Teilnahme an dem Dienst ausgeschlossen wurde. Insbesondere nach dem Start der Halo-3-Beta hat Microsoft somit erneut durchgegriffen und die schwarzen Schafe vom Dienst ausgeschlossen.

Die Reaktionen auf diese Maßnahme fallen seitens der Community zum größten Teil positiv aus. Im Blog von Larry Hyrb , Microsofts ‘Xbox Live Director of Programming’, der in der Xbox-Live-Community als Major Nelson bekannt ist, finden sich derzeit weit über 300 Kommentare zu der jüngsten Microsoft-Aktion. Unter anderem wird begrüßt, dass damit den vielen Cheatern ein Riegel vorgeschoben wird. Auch im Blog des Xbox-Live-Teams wird die Maßnahme von den meisten Gamern begrüßt. Nur vereinzelt finden sich Kommentare, die den Kauf einer Playstation 3 androhen oder behaupten, es könnte auch Besitzer einer nicht-manipulierten Konsole treffen.

Der Befürchtung, dass es auch mal jemanden erwischen könnte, der in Wirklichkeit gar nicht seine Xbox 360 manipuliert hat, widerspricht Boris Schneider-Johne, Produktmanager bei Microsoft für die Xbox 360. In seinem privaten (!!!) Blog schreibt er: „Die Funktion wurde extrem lange getestet und es ist auszuschließen, das eine Konsole fälschlicherweise gekickt wird.“

Das Xbox-Live-Konto selbst wird übrigens nicht gebannt, sondern nur die betreffende Konsole kann sich nicht mehr mit dem Dienst verbinden. Wer eine neue, nicht-modifizierte Konsole erwirbt, der kann sich weiterhin mit seinem Xbox-Live-Konto bei dem Dienst anmelden.

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