68098

Xara: Grafikprogramm will auf den Linux-Desktop

12.10.2005 | 12:19 Uhr |

Das bisher rein kommerzielle, vektororientierte Zeichenprogramm Xara will den Sprung auf Linux-Desktop schaffen und soll deshalb bald in einer Open-Source-Version für Linux vorliegen.

Xara plant einen großen Schritt: Die aktuelle Inkarnation des vektororientierten Zeichenprogramms, Xara Xtreme soll bald als Linux-Version vorliegen und Open-Source werden. Und nicht nur das: Auch eine Mac-Version soll laut Ankündigung folgen.

Rosige Aussichten für Linux-Anwender, die das freie Betriebssystem immer öfter für alltägliche Aufgaben auf dem Desktop einsetzen. Das ist kein Massenmarkt, aber Xara begreift sich als den Vektor-Zeichner schlechthin und möchte sich auch auf diesem System etablieren. Das Ziel ist, einen Plattform-übergreifenden Quasistandard bei Zeichenprogrammen zu schaffen, nachdem es zahlreiche Anfragen nach einer Linux-Version gab.

Weil das gegen die finanzstarken Konkurrenten Adobe und Microsoft nicht so leicht gelingen mag, wird Xara Xtreme Open-Source. Dies erscheint den Entwicklern die beste Möglichkeit, ihre eigene Kompetenz mit einer größeren Audienz zu teilen. Alleine würden es die Programmierer nicht schaffen, einen 1-zu-1 Port in absehbarer Zeit für Linux und Mac fertig zu bekommen. In gewisser Weise gibt Xara damit seine Kronjuwelen aus dem Haus: Den Code zu Xara Xtreme. Die Firma wird aber weiterhin kommerzielle Windows-Versionen mit Support verkaufen und außerdem weitere Windows-Produkte auf den Markt bringen, die nicht Open-Source sind.

Gegenüber der vielversprechenden Entwicklung von Inkscape - das bisher ausgereifteste Open-Source Vektor-Zeichenprogramm - sieht Xara sich nicht als Konkurrenten, sondern als aktiver Partner mit langjähriger Erfahrung. Die Hoffnung ist, dass sich beide Projekte ergänzen und gegenseitig Programmcode austauschen.

Eine Pre-Demoversion für Linux steht zum Download bereit - allerdings noch ohne Sourcen. Die vorhandene Windows-Version des noch kommerziellen Xara Xtreme kostet nur mehr 79 US-Dollar und eine zeitlich begrenzte Demoversion (15 Tage) gibt es ebenfalls zum Download .

0 Kommentare zu diesem Artikel
68098