20.11.2001, 11:59

Panagiotis Kolokythas

XPAntiSpy: Freeware-Tool hindert Windows XP am Spionieren

XPAntiSPy nennt sich ein kleines, aber feines Tool, das Windows XP daran hindert, Informationen über den Anwender ohne seinen Willen über das Internet zu verschicken. Microsoft lässt Windows XP zu zahlreichen Anlässen Daten verschicken. Beispielsweise dann, wenn ein Programm abstürzt. Geschieht dies, erscheint ein kleines Fenster, das dem der PC-Besitzer anbietet, den Programmabsturz den Redmondern zu melden. Wünscht er dies nicht, kann er den Vorgang zwar abbrechen, in der Eile klickt man aber schon mal aus Versehen auf "Senden" und weiß eigentlich nicht wirklich, welche Daten anschließend an Microsoft gesandt werden.

XPAntiSPy nennt sich ein kleines, aber feines Tool, das Windows XP daran hindert, Informationen über den Anwender ohne seinen Willen über das Internet zu verschicken. Microsoft lässt Windows XP zu zahlreichen Anlässen Daten verschicken. Beispielsweise dann, wenn ein Programm abstürzt. Geschieht dies, erscheint ein kleines Fenster, das dem der PC-Besitzer anbietet, den Programmabsturz den Redmondern zu melden. Wünscht er dies nicht, kann er den Vorgang zwar abbrechen, in der Eile klickt man aber schon mal aus Versehen auf "Senden" und weiß eigentlich nicht wirklich, welche Daten anschließend an Microsoft gesandt werden.
Mittels einiger Einträge in der Registry wird Windows XP wirkungsvoll davon abgehalten, ungewünscht Informationen nach "Hause" zu übermitteln. Eingriffe in die Registry sollten aber mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden. Der Tool "XP AntiSpy" erspart dem Anwender das lästige manuelle Ändern von Registry-Schlüsseln.
Der Download von "XPAntiSpy" beträgt nur 40 Kilobyte. Es stehen eine deutsche und englische Version zur Auswahl. Eine Installation ist nicht notwendig. Zum Starten des Tools reicht es aus, die gepackte RAR-Datei in ein beliebiges Verzeichnis zu entpacken und anschließend die Datei "XPAntiSpy3D.exe" zu starten.
Nach dem Start präsentiert das Tool alle veränderbaren Einstellungen. So kann beispielsweise eingestellt werden, dass der Media Player nicht automatisch versuchen soll, Lizenzen für Multimedia-Inhalte zu erwerben oder dass eine Identifikation des Players durch Internet-Websites unterbunden werden soll. Auch die lästigen Fehlerberichterstattungen können hier ausgeschaltet werden oder der Internet Explorer 6 daran gehindert werden, automatisch eine Überprüfung auf Updates durchzuführen.
Über den Menüpunkt "Spezial - Systemstatus" werden die aktuellen Einstellungen des Betriebssystems überprüft und angezeigt. Dabei bedeutet ein Ausrufezeichen, dass eine Funktion noch nicht deaktiviert wurde und ein Haken zeigt an, dass die Funktion bereits deaktiviert wurde.
Wer alle Änderungen in der Registry rückgängig machen will, kann dies über den Menüpunkt "Spezial - Alle Einstellungen zurücksetzen" tun.
Das pfiffige Tool wurde von einem Informatikstudenten programmiert. Die Frage, warum das Tool genutzt werden sollte, beantwortet der Student wie folgt: "MS ist ja bekannt dafür, gern mehr über den User wissen zu wollen als diesem lieb ist. Und um wenigstens diese bekannten 'Schnüffelfunktionen' auszuschalten, würde ich dieses Programm empfehlen. Du kannst diese Funktionen auch per Hand deaktivieren, das kostet dann aber auch mehr Zeit, und die will ja keiner haben ;-)"
Allerdings weist der Programmierer auch darauf hin, dass XPAntiSpy keine Firewall ersetzt, sondern nur die bekannten "Schnüffelfunktionen" deaktiviere. "Möglicherweise ist das ja auch nur die Spitze des Eisbergs", so der Programmierer und weiter: "Ausserdem gibt es soganannte 'Phonehome'-Funktionen in vielen Programmen, die nicht von MS stammen. Eine Firewall ist meiner Meinung nach obligatorisch! Genauso wie wie ein regelmässig upgedateter Virenscanner."
XPAntiSpy ist Freeware und nur für den Einsatz unter Windows XP bestimmt. Auf früheren Betriebssystemen sollte das Tool nicht eingesetzt werden.
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