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Office 2007 vorerst in den USA nicht mehr erhältlich

12.01.2010 | 14:56 Uhr |

Microsoft hat in den USA vorübergehend den Verkauf aller Office-Versionen eingestellt. Damit reagiert das Unternehmen auf die Entscheidung eines Gerichts, dass Microsoft dazu verpflichtet hat, die custom XML-Technologie aus Word zu entfernen.

Ein Berufungsgericht hatte Ende 2009 entschieden, dass Microsoft den Verkauf von W ord wegen XML-Patentverletzungen ab dem 11. Januar 2010 einstellen muss. Damit wurde ein im Sommer 2009 ergangenes Urteil, dass die kleine kanadische Softwarefirma i4i erwirkt hatte, bestätigt.

In Reaktion auf die Anweisung, bietet Microsoft in seinem Microsoft Store in den USA nahezu keine Fassung von Office 2007 mehr an. Auf der Office-2007-Seite werden die Produkte mit "not available" gekennzeichnet. Weiter heißt es: "Dieses Produkt ist derzeit nicht erhältlich, während wir die Versionen auf unserer Site aktualisieren. Wir rechnen damit, dass das Produkt in Kürze wieder erhältlich ist."

Lediglich die Ultimate-Fassung von Office 2010 für 680 US-Dollar ist derzeit erhältlich. Office Ultimate 2007 wurde von Microsoft schon aktualisiert und ist daher auch nur als Download-Version und nicht in der Verpackungsversion erhältlich. Alternativ verweist Microsoft auch auf Office 2010 Beta.

Gegenüber unserer US-Schwesterpublikation Computerworld hat Microsoft bestätigt, dass Office aufgrund der Gerichtsanweisung vorerst nicht in den USA erhältlich ist und die bisherigen Office-Fassungen würden durch überarbeitete Fassungen nach und nach ersetzt. Auf die Frage, ab wann Office wieder erhältlich sein wird, antwortete ein Microsoft-Sprecher mit einem "demnächst".

In den USA hat Microsoft bereits für Nutzer von Word 2003 und Word 2007 Updates veröffentlicht, die die beanstandete custom XML-Funktion entfernen. Auch die Word 2008 für Mac und Word 2004 für Mac sollen angepasst werden.

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