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X-Box: Mit Intel-CPU und Win 2000?

Die X-Box wird nicht, wie allgemein angenommen, auf einem Athlon-Prozessor, sondern auf einem Pentium III in X86er Architektur basieren. Zur weiteren Ausstattung gehören 64 MB RAM, eine 8-GB-Festplatte, ein DVD-Laufwerk sowie ein Internet-Anschluss. Unklar ist nur noch, ob als Betriebssystem eine Variante von Windows 98 oder von Windows 2000 eingesetzt wird. Der Verkaufsstart ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Microsoft hat den Bau einer eigenen Spielkonsole offiziell bestätigt und damit monatelange Spekulationen beendet. Microsoft-Gründer Bill Gates bestätigte gegenüber dem US-Fernsehsender CNN, das die "X-Box" im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll.

Wie erwartet, wird ein in Zusammenarbeit mit Nvidia entwickelter GeForce-Chip für die Grafik verantwortlich sein. Er soll über 300 Millionen Polygone pro Sekunde liefern. Für Überraschung sorgte dagegen die Nachricht, dass die Spielkonsole auf einem 600-MHz-Prozessor "in Pentium-III-Technologie" basieren wird. Der Prozessor soll aber nicht in dem für Pentium-II und Pentium-III üblichen S.E.C. (= Single Edge Cartridge), sondern in einem Sockel stecken (X86er Architektur). Bei den Gerüchten der letzten Monate war immer wieder die Rede davon gewesen, dass die X-Box mit AMDs Athlon-Prozessor ausgerüstet würde.

Zur weiteren Ausstattung gehören 64 MB RAM, eine 8-GB-Festplatte, ein DVD-Laufwerk sowie ein Internet-Anschluss, eine Ethernet-Schnittstelle und ein nicht näher bezeichneter Erweiterungssteckplatz - höchstwahrscheinlich aber für den USB (Universal Serial Bus).

Insidern zufolge wollte Microsoft ursprünglich zwei Varianten der X-Box entwickeln: Das Grundmodell sollte bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen, und mit unter dem Windows-98-Nachfolger für Spiele, "Windows Me", laufen. Für diese Idee hätten sich jedoch keine Hersteller gefunden, da das geplante Gerät dem PC zu ähnlich gewesen sei. Deshalb habe sich Microsoft entschlossen, erst für das kommende Jahr ein ausgefeilteres System zu entwickeln und es auch selbst zu bauen. Als Betriebssystem sei eine Variante von Windows 2000 im Gespräch.

Microsoft sieht die geplante Konsole trotz alledem nicht als Alternative, sondern als Ergänzung zum Computer. "Sie wird dem PC nichts wegnehmen. Sie wird nur das Beste, was man im Wohnzimmer für Videospiele aufstellen kann", erklärte Gates bei der Ankündigung der X-Box. (PC-WELT, 10.03.2000, sp)

X-Box mit Nvidia-Grafikchip (PC-WELT Online, 9.3.2000)

Windows Me fuer Spiele-Freaks (PC-WELT Online, 2.3.2000)

Microsofts X-Box: Ultimative Spielekonsole? (PC-WELT Online, 23.2.2000)

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