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Virusproblem legt Krankenhäuser lahm

20.11.2008 | 15:11 Uhr |

Mit Infektionen digitaler Art und deren Folgen haben es drei Krankenhäuser in Großbritannien zu tun bekommen. Die Ärzte mussten wieder zu Papier und Stift greifen, statt die Computer zu benutzen.

In den Londoner Krankenhäusern St Bartholomew's, Royal London Hospital und London Chest Hospital sind zwar nicht die Lichter ausgegangen, aber die Computer wurden vorsichtshalber herunter gefahren, nachdem auf einigen Rechnern Malware entdeckt worden war. Krankenwagen mit Notfallpatienten wurden auf umliegende Krankenhäuser umgeleitet, da die Patienten nicht darunter leiden sollten, dass die Aufnahmeprozedur auf den herkömmlichen Papierbetrieb umgestellt werden musste.

In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Krankenhausverwaltung heißt es, man habe die digitale Infektion dank erprobter Verfahren im Griff. Der Schädling sei nicht bösartig und breite sich nicht weiter aus. Die Patientendaten seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, in falsche Hände zu geraten. Die wichtigsten Einrichtungen der Krankenhäuser hätten weiter arbeiten können.

Nach Angaben von Graham Cluley vom britischen Antivirushersteller Sophos soll es sich um einen Mail-Wurm aus der seit Jahren bekannten Mytob-Familie handeln - an sich kein ganz harmloser Vertreter seiner Spezies. Immerhin hat das Wurmproblem die Krankenhäuser und besonders deren IT-Personal am Dienstag und Mittwoch dieser Woche in Atem gehalten. Inzwischen ist der Normalzustand wieder hergestellt.

Wie der Wurm auf die Computer der Krankenhäuser gelangen konnte, ist bislang noch nicht geklärt. Das Mail-System soll schließlich mit hervorragender ("cutting-edge") Antivirus- und Anti-Spam-Software geschützt sein.

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