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Wurm attackiert Handys

15.06.2004 | 12:31 Uhr |

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Labs haben mit Cabir einen neuen Wurm entdeckt, der sich über mobile Netzwerke verbreitet. Der Wurm infiziert Handys, auf denen das Betriebssystem Symbian OS läuft.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Labs haben mit Cabir einen neuen Wurm entdeckt, der sich über mobile Netzwerke verbreitet. Der Wurm infiziert Handys, auf denen das Betriebssystem Symbian OS läuft.

Der Wurm soll sich über eine SIS-Datei (Symbian OS Distributions-Datei) vebreiten. Sicherheitsvorfälle seien aber noch nicht bekannt geworden. Cabir tarnt sich als "Security Manager"-Dienstprogramm und aktiviert sich bei jedem Einschalten des Handys. Auf dem Display des infizierten Mobiltelefons erscheint als Text "Caribe". Für seine Verbreitung sorgt der Wurm selbstständig, indem er nach anderen Bluetooth-Handys Ausschau hält und an diese eine Kopie von sich selbst verschickt. "Die Analysen des Codes haben bisher keine bösartigen Payloads, wie den Diebstahl von Passwörtern oder die Zerstörung von Dateien, ergeben", so Kaspersky Labs.

Der Wurm soll von einer Person stammen, die sich "Vallez" nennt. Dabei handelt es sich um ein Pseudonym einer Virenautoren-Gruppe, die als "29a" bekannt ist und in der Vergangenheit einige so genannte "Proof-of-Concept"-Viren verfasst hatte. Dabei handelt es sich um Malware, bei der neue Techniken zum Einsatz kommen. "29a" war unter anderem Verantwortlich für Cap, den ersten Makrovirus der eine weltweite Epidemie verursachte und Stream, einem Virus für periodische Streams in NTFS. Die Gruppe programmierte laut Kaspersky außerdem Donut, den ersten Wurm für .Net und Rugrat, den ersten Schädling für 64-Bit-Windows.

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