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Würden Sie für Musik-Downloads zahlen?

15.10.2002 | 17:00 Uhr |

Das Internet als Selbstbedienungsladen für Musik-Freaks - für viele Surfer ein wahr gewordener Traum, für die Musik-Industrie indes ein einziger Alptraum. Kazaa, Morpheus und die anderen Erben der einstigen Tauschbörse Napster stehen bei Internet-Nutzern hoch im Kurs, sehr zum Ärger von Sony, Bertelsmann und Co. Deren kommerzielle Musik-Downloadangebote im Internet kamen bisher nicht so recht in die Gänge. Doch bald soll alles anderes werden, legale Musik-Downloads sollen den illegalen MP3s den Rang ablaufen.

Das Internet als Selbstbedienungsladen für Musik-Freaks - für viele Surfer ein wahr gewordener Traum, für die Musik-Industrie indes ein einziger Alptraum. Kazaa, Morpheus und die anderen Erben der einstigen Tauschbörse Napster stehen bei Internet-Nutzern hoch im Kurs, sehr zum Ärger von Sony, Bertelsmann und Co. Deren kommerzielle Musik-Downloadangebote im Internet kamen bisher nicht so recht in die Gänge. Doch bald soll alles anderes werden, legale Musik-Downloads sollen den illegalen MP3s den Rang ablaufen.

Musicnet und Pressplay bieten zwar schon seit Anfang 2002 den legalen, kostenpflichtigen Download einiger Musiktitel an. Das Angebot ist jedoch bisher stark beschränkt und die herunter geladenen Titel unterliegen zudem restriktiven Auflagen. So können Sie die Downloads oft nur einen bestimmten Zeitraum lange nutzen und die Titel zudem meist nicht auf CD brennen. Angesichts solcher Einschränkungen haben die kommerziellen Angebote keine Chance gegen die Filesharing-Börsen, die vollen Musikgenuss ohne Grenzen und vor allem ohne Kosten bieten.

Damit soll jetzt aber Schluss sein, Musicnet und Pressplay (die den fünf größten Musik-Unternehmen gehören) wollen ihr Angebot komplett überarbeiten , (PC-WELT berichtete). In Zukunft wollen die beiden Onlineshops fast alles anbieten, was das Herz des Musik-Liebhabers begehrt. Zudem soll der Käufer eines Musiktitels diesen wahrscheinlich zeitlich unbefristet abspielen und sogar auf CD-ROM brennen dürfen. Damit gewinnen die kostenpflichtigen Musikdownloads gewaltig an Qualität und können vielleicht zu einer Konkurrenz für die Online-Tauschbörsen werden. Angaben zum Preis eines solchen Angebotes gibt es allerdings noch nicht.

Wir möchten deshalb heute von Ihnen wissen: Wenn kostenpflichtige Musik-Downloads alle gängigen Titel umfassen, unbegrenzt lange abgespielt werden können und jeder Kunde das Recht bekommt, die Titel nach dem Herunterladen auch auf eigene CDs zu brennen - würden Sie solche Angebote dann nutzen?

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