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World of Warcraft: US-Start mit Rekordverkäufen

02.12.2004 | 17:30 Uhr |

Das Massively-Multiplayer-Rollenspiel World of Warcraft ist in den USA mit Rekordzahlen gestartet. Blizzard musste die Anzahl der Server auf 80 verdoppeln. In Europa befindet sich das Spiel noch im Beta-Stadium und wird von einigen Tausend Spielern getestet. Deren Zahl hat Blizzard erst kürzlich noch mal erhöht.

Blizzard hat einen neuen Coup gelandet. Das in Nordamerika Ende November gestartete Massively-Multiplayer-Rollenspiel World of Warcraft hat sich in den USA am ersten Wochenende nach dem Verkaufsstart mehr als 350.000 Mal verkauft. Laut Gameindustry.biz wurden allein in den ersten 24 Stunden 240.000 Stück abgesetzt. Demnach hat das Spiel den bisherigen Rekord für das am schnellsten Verkaufte PC-Spiel gebrochen.

Der Ansturm auf die Spielserver hatte zunächst für einige Probleme gesorgt. Rund 200.000 Spieler versuchten gleich am ersten Tag sich auf einem der Spiel-Server anzumelden. Blizzard reagierte prompt mit einer Verdoppelung der Server auf 80.

Durch die Spielmechanik kam es dennoch zu Verzögerung. Die Spieler mussten sich teilweise Stunden gedulden, bevor Sie die World of Warcraft-Welt betreten durften. Grund: Blizzard wollte nicht, dass die Startgebiete, in denen die neu gestarteten Charaktere ihre ersten Erfahrungspunkte sammeln, allzu sehr überlaufen sind.

Das Spiel selbst kostet in den USA 49,99 beziehungsweise 79,99 US-Dollar (Standard/Special Collector´s Edition). Nach einem Freimonat werden Spielgebühren in Höhe von 14,99 US-Dollar monatlich fällig. Wer sein Abo gleich sechs Monate bucht, der zahlt monatlich 12,99 US-Dollar. Blizzard hat mittlerweile erklärt, dass sich bei allen, die sich am 23. November anmeldeten, der Freimonat um vier Tage verlängert wird. Eine, wenn auch geringere, Verlängerung gibt es auch für alle, die sich in den drei kommenden Tagen anmeldeten.

In Europa befindet sich World of Warcraft immer noch im Betastadium und soll voraussichtlich im Januar starten. Die Monatspreise hierzulande hatte Blizzard erst vor Kurzem bekannt gegeben ( wir berichteten ).

Derzeit testen einige Tausend europäische Gamer noch die englischsprachige Fassung des Spiels, die der in den Handel gekommenen US-Version entspricht. Im Vorfeld hatten sich rund 330.000 Europäer für die Teilnahme an der Beta beworben. Die Zahl der Betatester wurde erst am Dienstag nochmals erhöht. Noch in diesem Monat soll dann die derzeitige Beta in die Final-Beta übergehen, in der nochmals weitere Betatester auf die Server gelassen werden. Vor allem Käufer der Pre-Order-Version von World of Warcraft, die im November erschien und in kürzester Zeit ausverkauft war. Bei Ebay werden mittlerweile allein schon für die Pre-Order-Box - sie enthält neben einem Zugangscode zur Final Beta auch einen Gutschein für das endgültige Spiel und eine Audio-CD mit dem Spielsoundtrack - Rekordpreise von bis zu 100 Euro gezahlt.

Mit der Final-Beta werden dann auch wahrscheinlich deutsche Betatester erstmals die Möglichkeit erhalten, die deutschsprachige Fassung des Spiels zu testen. Ob es auch eine Open-Beta geben wird, ist derzeit noch nicht bekannt geworden. Einen offiziellen Erscheinungstermin für World of Warcraft in Europa hat Blizzard ebenfalls noch nicht genannt.

In US-Spielezeitschriften räumte World of Warcraft bereits Wertungen von teils weit über 90 Prozent ab. Woran das liegt, lässt sich leicht sagen. Die Spieledesigner haben enorm Wert auf die Spielbarkeit des Online-Rollenspiels gelegt, wovon auch wir uns derzeit in der Europa-Beta überzeugen können.

Im Gegensatz zu anderen Online-Rollenspielen bietet World of Warcraft auch genügend Betätigungsfelder und Erfolgserlebnisse für Gamer, die nicht so viel Zeit haben, ihren virtuellen Charakter Erfahrung sammeln zu lassen. Dazu sorgen ein exzellentes Questsystem, eine leicht zu erlernende Spielsteuerung und eine detaillierte, große Online-Welt für viel Abwechslung und Spaß. Tausende von Quests haben sich die Entwickler einfallen lassen. Diese folgen zwar alle einigen wenigen Grundprinzipien, erzählen aber jede für sich eine spannende, lustige oder einfach nur nette Story. Hier zeigt Blizzard erneut, wieviel Herzblut es in seine Spiele steckt.

Im Gegensatz zu anderen Online-Rollenspielen kann der Spieler auch mal alleine zu neuen Abenteuern aufbrechen und ist somit nicht darauf angewiesen, andere Mitspieler zu finden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man nicht zu den Powergamern gehört und einfach nur mal eine Stunde spielen möchte. Ebenfalls unbekannt in World of Warcraft sind die so genannten Downtimes - also die Zeit, die zwischen zwei Kämpfen mit Monstern vergeht. Diese existiert in World of Warcraft nahezu gar nicht - und wenn, dann nur, weil man sich einfach mal beispielsweise auf einen Berghang setzt und die detaillierte Spielwelt beobachtet...

World of Warcraft: Offizielle Europäische Website

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