Woher haben Spammer meine Adresse?
Auf vielen Web-Seiten sind Mail-Adressen als Klartext oder sogar Mailto-Links abgelegt - eine leichte Beute für spezielle Suchprogramme ("Harvester"). Abhilfe: Benutzen Sie Kontaktformulare; tarnen Sie die Adressen etwa als "name (at) domain"; hinterlegen Sie die Adresse nur als Grafik (ohne Mailto-Link) auf einer einzigen Seite, die Sie von weiteren Seiten aus verlinken können. Suchen Sie mit Suchmaschinen nach fremden Websites, auf denen Ihre Adresse steht. Fordern Sie die Betreiber der Seiten freundlich auf, die Adresse zu entfernen.
Wenn Sie aktiv an Diskussionen in Newsgroups teilnehmen, ist Ihre Adresse für die Harvester der Spammer leicht zu finden.
Abhilfe: Punkte [1] [2] auf der folgenden Seite.
Diskussions-Foren im Web sind oft mit PHP realisiert. Zwar bieten gängige Foren-Scripte ein gewissen Schutz vor den Adressensammlern, es werden jedoch immer wieder Sicherheitslücken bekannt. Webmaster installieren nicht immer zeitnah aktualisierte Versionen der Software.
Abhilfe: [1] [2]
Wenn Sie Einträge in fremden Weblogs und Gästebüchern schreiben, müssen Sie oft die Mail-Adresse angeben. Die Harvester finden Adressen auch in gängigen PHP-basierten Blog-Systemen und Gästebüchern.
Abhilfe: [1] [2]
Oft sind die Abonnentenlisten für alle Teilnehmer einsehbar, Spammer müssen nur Teilnehmer werden.
Abhilfe: [1] [2]
Gewinnspiele werden teilweise nur zu diesem Zweck veranstaltet. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie nach Teilnahme an einem Preisausschreiben jeden Menge Werbe-Mails bekommen.
Abhilfe: [1] [2]
Kostenlose Software muss oft beim Hersteller registriert werden, Sie erhalten einen Freischalt-Code oder müssen bereits vor dem Download ein Formular ausfüllen. Häufig erhalten Sie dann regelmäßig einen Newsletter und Werbe-Mails.
Abhilfe: [1] [2]; machen Sie nicht mehr Angaben als unbedingt nötig. Bei seriösen Anbietern können Sie die Mailings abbestellen.
Chats aller Art sind Zielscheibe spezieller Programme der Adressensammler, die auf Servern laufen können.
Abhilfe: [1] [2]
Es gibt diverse Adressverzeichnisse im Web ("People Finder", "White Pages"), die umfangreiche Adressbestände enthalten.
Abhilfe: Tragen Sie sich nicht in solche Verzeichnisse ein; tragen Sie sich wieder aus, wenn Sie bereits darin stehen.
Bei wissenschaftlichen und anderen Konferenzen werden Teilnehmerlisten und -beiträge oft im Web publiziert oder sind in gedruckter Form allgemein erhältlich. Gibt es eine größere Zahl von Adressen zu ernten, nehmen Spammer es durchaus mal auf sich gedrucktes Material abzutippen oder einzuscannen.
Abhilfe:[1] [2]; versuchen Sie sicherzustellen, dass Ihre Mail-Adresse nicht veröffentlicht wird.
Würmer und Trojanische Pferde finden Ihre Adresse auf infizierten PCs, etwa im Cache des Browsers oder im Adressbuch, wohin die Adresse auf einem der anderen genannten Wege gelangt sein kann.
Abhilfe: [3]; schwierig, da Sie ja keine Kontrolle über die PCs Ihrer Bekannten haben.
In Online-Communities suchen und finden sich Gleichgesinnte. Sie legen Profile von sich an, damit sie gezielter zueinander finden. Diese Profile sind oft unzureichend vor fremdem Zugriff geschützt.
Abhilfe: [1] [2]
Durch Weiterleiten von Kettenbriefen und E-Petitionen und Teilnahme an Online-Petitionen landet Ihre Adresse auf Web-Seiten und Anwender-PCs, von wo aus sie auf dem einen oder anderen der oben genannten Wege zu Adressensammlern gelangen kann.
Abhilfe: Leiten Sie keine Kettenbriefe weiter, nehmen Sie nicht an E-Petitionen teil
Spammer benutzen Programme, die existierende Domains mit gängigen Benutzernamen zu neuen Adressen kombinieren. Gängige Benutzernamen sind neben Vor- und Familiennamen auch Begriffe wie "info", "mail", "webmaster", ...
Abhilfe: Vermeiden Sie beim Anlegen von Mail-Adressen gängige Benutzernamen und Begriffe, die im Lexikon stehen, ergänzen Sie sie notfalls durch Zusätze.
Spammer kaufen und verkaufen Mail-Adressen en gros. CD-ROMs mit Millionen von Adressen werden zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten. Ist Ihre Adresse auf einem der oben beschriebenen Wege in die Adressdatenbanken von Spammern geraten, wird sie zur Handelsware.
Abhilfe: Adresse löschen





