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Witzige Autoseiten im Internet

Eigentlich ist das Auto für den durchschnittlichen Deutschen eine todernste Sache. Schließlich ist es nach Haus oder Wohnung das teuerste Investitionsgut, das sich der Bundesbürger in seinem Leben leistet. Doch in der virtuellen Welt gibt es das "Heiligs Blechle" immer öfter mit einem gehörigen Lach-Schaden. Zahlreiche Websites machen sich mal mehr oder weniger hintersinnig über des deutschen liebstes Kind lustig.

Eine der tiefgründigsten Seiten ist " sniffpetrol.com ", auf der alle zwei Wochen ein satirisches Automagazin ins Netz gestellt wird. Tief gefärbt von britischem Humor und bissigem Hintersinn nimmt dort der Brite Richard Porter die aktuellen Entwicklungen im Automobilgeschäft und in der Formel 1 unter die Lupe. Dabei hat Porter nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 30.000 Leser pro Ausgabe.

Darunter ist hin und wieder jemand, der nicht über seine Scherze lachen kann: "Zwar gibt es hier bei uns in Großbritannien sogar Unternehmen, die sich freuen wenn sie von Sniff Petrol durch den Kakao gezogen werden", sagt Porter. "Doch habe ich zum Beispiel gehört, dass man bei Porsche in Stuttgart über manche meiner Kommentare "not amused" gewesen ist." Doch Konsequenzen hatte das bislang keine: "Irgendwann haben selbst die gemerkt, dass dies nur der schräge britische Humor ist, über den man sich einfach nicht aufregen kann."

Vor allem die Schadenfreude befriedigt die amerikanische Website " wreckedexotics.com ", auf der mehr als 5000 Fotos von Unfällen mit besonders teueren, leistungsstarken oder exotischen Autos zusammen getragen sind. So finden sich dort zerstörte Ferrari Enzos ebenso wie Porsche Carrera GT auf dem Abschleppwagen oder der Bildbeweis vom Auffahrunfall mit dem Maybach und ein gutes Dutzend Rolls-Royce, bei denen Glanz und Gloria der "Beulenpest" gewichen sind.

Und weil viele Autofahrer ein angespanntes Verhältnis zu Ordnungshütern haben, gibt es eine eigene Rubrik mit mehr als 100 Streifenwagen, die allenfalls noch ein Lachen wert sind. Zusammengetragen werden die Fotos nach Angaben der Seitenbetreiber von einer weltweiten Fangemeinde, die entsprechende Crashszenen samt einer Kurzbeschreibung an die Autoren schickt, damit diese kurz darauf im Internet veröffentlicht werden können. "Auf diese Weise können wir mit über 5000 zerstörten Exoten zeigen, welche Konsequenzen ein rücksichtsloser Fahrstil hat", so die Autoren mit zwinkerndem Auge und erhobenen Zeigefinger.

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