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Wissenschaft: Krebsgefahr durch Handystrahlung

30.05.2016 | 16:29 Uhr |

In einer Studie konnten US-Forscher ein leicht erhöhtes Krebsrisiko bei Ratten durch Mobilfunkstrahlung nachweisen.

Seit Jahren streiten sich Forscher über die Gefahr, die von Handystrahlung ausgeht. In einer von der US-Regierung finanzierten Studie an Ratten wurde dieser kontroversen Frage noch einmal nachgegangen. Auf zwei Arten von Tumoren hätte die Mobilfunkstrahlung demnach „geringe Einflüsse“. Die Krebsgefährdung trat jedoch nur bei männlichen Ratten auf, bei den weiblichen Tieren kam es zu einer leicht verminderten Geburtenrate.

Eine zusätzliche Gefährdung besteht demnach für Hirntumore der Art Glion sowie für Tumore am Herzen. Die 25 Millionen US-Dollar teure Studie gilt als größte Untersuchung ihrer Art. Über 2500 Ratten und Mäuse wurden dafür Funkstrahlung ausgesetzt, wie sich auch im Mobilfunknetz zum Einsatz kommt. Der vollständige Bericht der Forscher soll im Herbst 2017 veröffentlicht werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht in Mobilfunkstrahlung ein ähnlich hohes Risiko wie beim Verzehr von eingelegten Gemüse oder Kaffee.

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