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"Wirtschaftswoche": Deutsche Telekom will Telefonauskunft verkaufen

02.07.2007 | 09:22 Uhr |

Die Deutsche Telekom-Chef denkt nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" über den Verkauf ihrer Telefonauskunft 11833 nach. Aus Unternehmenskreisen hieß es dazu am Samstag: "Alle Optionen werden geprüft."

Der "Wirtschaftswoche" zufolge erwartet die Telekom bereits in den kommenden Wochen attraktive Gebote. 20 Interessenten, darunter vor allem Call-Center-Betreiber aus dem In- und Ausland, hätten bereits nach dem Verkaufsprospekt gefragt. Betroffen wären nur rund 40 Telekom-Mitarbeiter, da die Anfragen schon jetzt von mehreren hundert Call-Center-Agenten bei externen Dienstleistern beantwortet würden.

Die Telekom hoffe auf einen Verkaufserlös in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe. Als Orientierungsgröße gelte die Marktkapitalisierung in Höhe von 450 Millionen Euro des Münchner Konkurrenten Telegate, schrieb das Magazin. Die Telekom habe in der Auskunft mit 200 Millionen Euro Umsatz einen Marktanteil von 60 Prozent.

Telegate hatte kürzlich vor Gericht wegen überhöhter Datenpreise rund 100 Millionen Euro von der Telekom erstritten. Im Gegenzug hatte die Telekom millionenschwere Nachforderungen von telegate eingeklagt und bereits zwei dieser Prozesse ebenfalls verloren.

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