20028

Wirtschaftsspionage bei Microsoft?

Microsoft ist Anfang Juni angeblich einer Wirtschaftsspionage zum Opfer gefallen. Der Software-Hersteller macht Konkurrenzunternehmen für den Vorfall verantwortlich. Namen wurden jedoch nicht genannt.

Microsoft ist kurz vor dem Urteil im Kartellprozess Anfang Juni angeblich einer Wirtschaftsspionage zum Opfer gefallen. Wie die US-Zeitung New York Times berichtet, machte eine Microsoft-Sprecherin ungenannte Konkurrenten des Unternehmens für den Vorfall verantwortlich.

Nach Informationen von Wall Street Journal und Wired News hatte sich eine Frau Anfang Juni als Privatdetektivin ausgegeben und mehrfach vergeblich versucht, den Papierabfall der Lobbyorganisation "Association for Competitive Technology" (ACT) zu kaufen. ACT wird massiv mit Microsoft-Geldern finanziert und wendet sich gegen die Regierungsposition im Kartellverfahren. Die Frau habe den Arbeitern einer Putzkolonne 700 Dollar für den Müll angeboten. Offenbar erhoffte sie sich davon vertrauliche Informationen über das den Software-Hersteller. Die Putzkolonne ging auf den Deal jedoch nicht ein.

Kurz danach wurde in einem Washingtoner Gebäude eingebrochen, in dem auch Microsoft ein Büro unterhält. Die Tür des Firmenbüros war von den Einbrechern geöffnet worden - Dokumente verschwanden nach Angaben eines Microsoft-Sprechers allerdings nicht. Die Washingtoner Polizei ermittelt in beiden Fällen. (PC-WELT, 19.06.2000, dpa/ sp)

0 Kommentare zu diesem Artikel
20028