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Jedes zweite Unternehmen betroffen

16.09.2007 | 15:11 Uhr |

Aus einer aktuellen Studie geht hervor, dass rund 40 Prozent aller deutschen Unternehmen von Wirtschaftskriminalität betroffen sind. Die WirtschaftsWoche Konferenz will über die damit verbundenen Gefahren aufklären und Abwehrmechanismen aufzeigen.

Mit den beiden chinesischen Kopien des Smart und BMW X5 wurde einmal mehr deutlich, welche Dimensionen die Wirtschaftsspionage bereits erreicht hat. Immer häufiger geraten jedoch auch kleine und mittlere Unternehmen in den Fokus von kriminellen Bestrebungen der Konkurrenz. Im Gegensatz zu weltweit agierenden Konzernen sind kleine Firmen jedoch meist schlechter auf die vielschichtigen Methoden der Späher vorbereitet und geraten durch den Verlust ihres Know-hows schneller in ernsthafte Schwierigkeiten. Die vom 25. bis 26. Oktober in Hamburg stattfindende WirtschaftsWoche Konferenz mit dem Titel "Risiko Wirtschaft- und Wettbewerbsspionage" will die Gefahren aufgreifen, die durch Produktpiraterie, Datenklau, globale Geschäftsreisen und Joint Ventures entstehen können und weist auf Präventionsmaßnahmen hin.

Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) stellt als Referent die Chancen und Grenzen der IT-Sicherheit zur Abwehr wirtschaftlicher Spionage vor. Welche Gefahren aus der Wachstumsbranche Wirtschaftsspionage entstehen können und wo die Grenzen zwischen Legalität und Illegalität liegen erklärt der deutsche Publizist Dr. Udo Ulfkotte . Auch der Verfassungsschutz verfolgt die zunehmende Zahl von Spionagefällen mit Sorge. Die staatlichen Gegenmaßnahmen werden von Hans Elmar Remberg, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz , im Rahmen der WirtschaftsWoche Konferenz vorgestellt.

Als Hauptakteur der internationalen Spionageaktivitäten tritt China auf. Bereits 60 Prozent der Verdachtsfälle verweisen auf die aufstrebende Wirtschaftsmacht in Asien. Über die Besonderheiten der chinesischen Know-how Akquise und die Gefahren für in China aktive Firmen spricht Dr. Andreas Blume von der Degussa GmbH . Andy Müller Maguhn vom Chaos Computer Club e.V. greift schließlich die ständig
wachsende Gefahr durch die Spionage über und durch elektronische Netze und die Konflikte zwischen Sicherheit, Überwachung und Freiheit auf. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der offiziellen Webseite der Konferenz.

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